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4. Jänner 2011 / 23:37 Uhr

66 Millionen Förderung für ausländische Studenten

HörsaalPünktlich zu Weihnachten hat die Bundesregierung der Bevölkerung ihr Sparpaket auf den Gabentisch gelegt. Gespart wird insbesondere bei Familien und Pflegebedürftigen, aber auch bei Gebühren- und Steuererhöhungen zeigte man sich kreativ. Insgesamt waren alle Ressortminister angewiesen, Sparpotentiale in ihrem Zuständigkeitsbereich auszuloten.

Auch der Wissenschaftsbereich ist von Sparmaßnahmen betroffen. Ob an den richtigen Stellen gespart wird, ist allerdings zweifelhaft. Unsere Universitäten sind vor allem dazu da, unsere jungen Menschen auszubilden, sowie unser Land in Wissenschaft und Forschung international wettbewerbsfähig zu erhalten. Nur so kann Österreich als Wirtschaftsstandort überleben.

Wozu werden ausländischen Studenten gefördert?


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Sollen ausländische Studenten auf Staatskosten unsere Unis besuchen?
Foto: RiOTPHOTOGRAPHY.com / flickr

Es stellt sich allerdings die Frage, was ausländische Studenten, die nach Abschluss ihres Studiums unser Land wieder verlassen, beziehungsweise unsere Universitäten nie wieder zu Gesicht bekommen, zu unserem Gemeinwesen beitragen oder für unser Land leisten werden.  Ihr Beitrag wird gleich null sein. Bestenfalls werden sie nette Erinnerungen an unser Land mitnehmen und es auf der Landkarte problemlos wieder finden. Umso erstaunlicher mutet es an, dass trotz knapper Geldmittel eben solche Studenten gefördert werden.  Um welche Summen es sich dabei handelt, wollten die Abgeordneten Graf, Hofer (beide FPÖ) und Widmann (BZÖ) im Zuge der parlamentarischen Budgetverhandlungen mittels mündlicher Anfragen an Wissenschaftsministerin Beatrix Karl ergründen.

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Fast 66 Millionen fließen direkt und indirekt ins Ausland

Das Ergebnis: 2009 war dem Wissenschaftsministerium unter dem Titel “Entwicklungszusammenarbeit” die Förderung nicht-österreichischer Studierender 65,909 Millionen Euro wert.  Davon waren 63,127 Millionen Euro überwiegend indirekte Studienplatzkosten. Bei der Vergabe von Stipendien zeigte man sich großzügig. Dafür kamen rund 3,8 Millionen Euro zur Auszahlung. Mit 646.356 Euro wurden Studenten der Volksrepublik China anteilig mit den meisten Stipendiengeldern bedacht.  Im Vergleich dazu  ist der Erlass von Studienbeiträgen von insgesamt 84.658 Euro im Studienjahr 2009/10 verschwindend gering.

Wie diese Zahlen zeigen, wäre Sparpotential vorhanden, man müsste es nur nutzen wollen.


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