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12. März 2012 / 11:57 Uhr

Irische Sprache fällt der Bankenrettung zum Opfer

Die Finanzkrise fordert ihre Opfer – und macht auch vor den kulturellen Werten nicht halt, die nun den Sparmaßnahmen zum Opfer fallen. Irland beispielsweise bemühte sich seit jeher, den Rückgang seiner traditionellen irischen Sprache und deren Ersetzung durch Englisch zu stoppen, doch in Zeiten der internationalen Krise sind solche Bestrebungen nicht mehr erwünscht. Zugunsten des Sparpaketes könnte nun der Erhalt der traditionellen gälischen Sprache eingestellt werden, wie das französische Nachrichtenportal Novopress berichtet.

 

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Das Kulturgut der Iren könnte durch die Krise ausgelöscht werden.
Foto: Ardfern / wikimedia / (CC BY-SA 3.0)

Im Gegensatz zum riesigen Rettungspaket für die irischen Banken ist der Betrag verschwindend gering, der mit der Einsparung der Sprachpflege lukriert werden soll: 70 Milliarden Euro seien mindestens dafür aufgewendet worden, die gefährdeten Banken zu verstaatlichen, während die Förderung der nationalen Organisation "Foras na Gaeilge", die seit mehr als zehn Jahren für den gälischen Sprachuntericht verantwortlich ist, lediglich 20,6 Millionen Euro pro Jahr beträgt. Nun will sie ihre Grundsätze überarbeiten, was 19 Sprachorganisationen die Unterstützung entziehen würde.

Es wurde bereits eine Petition ins Leben gerufen, die eine Fortsetzung der Sprachpflege fordert. Dort weisen Verteidiger der irischen Sprache darauf hin, dass Foras na Gaeilge noch nicht einmal einen Plan seiner Effizienz oder jener der Sprachorganisationen veröffentlicht hat. Der neue Finanzierungsansatz widerspräche den Prinzipien der internationalen Sprachplanung und sei schwer fehlerhaft.


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