Der isalmische Glaube und seine Regeln halten immer mehr Einzug in das gesellschaftliche Leben in Österreich.

21. Juni 2015 / 18:00 Uhr

Wiener Spitäler verschicken Ramadan-Regeln an ihre Mitarbeiter

Mitarbeiter mit islamischem Glaubensbekenntnis genießen in den städtischen Betrieben in Wien offenbar größte Aufmerksamkeit. In den Spitälern des Krankenanstaltenverbundes (KAV) sorgt jedenfalls ein Rundschreiben des Diversitätsbeauftragten Reinhard Faber für Staunen, aber auch für Kopfschütteln unter den Kollegen. Diese bekamen eine Broschüre mit dem Titel "Gesund arbeiten während des Ramadans" mit Empfehlungen für den Umgang im Betrieb gegenüber Mitarbeitern mit islamischem Glaubensbekenntnis zugesandt.

Verzicht auf Flüssigkeit im Hochsommer

Diese Broschüre birgt allerdings einigen Sprengstoff in sich. Da sich der Ramadan in diesem Jahr in den Hochsommer (17. Juni bis 17. Juli) verschiebt, könnte es bei den muslimischen Mitarbeitern und Patienten zu gesundheitlichen Problemen kommen. Denn vor allem der Verzicht auf Flüssigkeit kann bei schwerer körperlicher Arbeit, speziell im Sommer, zu Konzentrationsstörungen oder gar Dehydrierung führen. An insgesamt 30 Tagen fasten Muslime und leben am Tag sehr enthaltsam. Das bedeutet, dass sie tagsüber nicht essen und trinken, nicht rauchen und keinen Geschlechtsverkehr haben.


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In der Broschüre wird auch geraten, Muslime zum Fastenende zu beglückwünschen, um zu zeigen, dass man ihre Bräuche respektiert. Während Besprechungen sollten die Mitarbeiter auf die Bewirtung verzichten – wieder um den Respekt gegenüber anderen Kulturen zu verdeutlichen. Heißt: Bei noch so langen Konferenzen im Hochsommer sollten auch Katholiken keine Flüssigkeit zu sich nehmen, um Kollegen mit islamischem Glauben nicht zu beleidigen.


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