Braco

Bracos Blick soll heilende Wirkung haben. Milo Rau, Intendant der Wiener Festwochen, lobte diesen als “längsten Blick der TV-Geschichte”.

26. Mai 2026 / 07:24 Uhr

„Der gebende Blick“: Wunderheiler macht Wiener Festwochen endgültig zur Farce

Was wird sich Weltstar Patti Smith, 80-jährige US-amerikanische Punk- und Rockmusikerin, denken, dass sie bei der Eröffnung der Wiener Festwochen auf der gleichen Bühne stehen musste wie der kroatische selbsternannte Wunderheiler Braco, der den Zuschauern einen 120 Sekunden langen „gebenden Blick“ zumutete?

ORF übertrug live

Mit der Aussage, dass Kunst im Auge des Betrachters liegt, kann man heutzutage offenbar jeden noch so skurrilen Auftritt als wertvollen Beitrag einer mit Steuergeld finanzierten Kultur-Darbietung erklären. Und der ORF spielt da mit. So wurde die Eröffnung Wiener Festwochen live übertragen – samt einem Mann, der einfach nur in die Menge starrte. 


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Steuergeld-Wahnsinn

Nicht nur aufgrund dieses „Kultur-Beitrags“ sieht die FPÖ den Tiefpunkt der roten Wiener Kulturpolitik erreicht. Nach dem bereits verstörenden Auftakt der Festwochen mit einem schweigenden Wunderheiler und satanistischen Inszenierungen folge nun mit der siebenstündigen Performance von Florentina Holzinger der nächste Steuergeld-Wahnsinn, sagte der Wiener FPÖ-Kultursprecher Lukas Brucker in einer Aussendung. 

Wiener müssen tief in die Tasche greifen

„Nackte Performerinnen, Sperrholzpanzer, Monster-Trucks und bizarre Aktionen sollen offenbar als förderwürdige Kultur verkauft werden, während die Wiener dafür tief in die Tasche greifen müssen“, ergänzte der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss. Besonders brisant sei, dass Holzinger bereits rund 600.000 Euro Steuergeld für ihr Urin-Projekt bei der Biennale in Venedig erhalten habe und nun offenbar erneut mit enormen Summen aus öffentlichen Mitteln der Stadt Wien gefördert werde. „Insgesamt reden wir hier wohl über rund eine Million Euro Steuergeld für ideologische Krawallkunst ohne jeden Bezug zur Lebensrealität der Wiener Bevölkerung“, so die Freiheitlichen.

FPÖ fordert Förderstopp

Tatsächlich werden die Wiener Festwochen jährlich mit rund 15 Millionen Euro an öffentlichen Geldern unterstützt. Für echte Kultur, für die Förderung heimischer Künstler oder für die Entlastung der Bevölkerung scheine plötzlich kein Geld mehr da zu sein. Aber für Wunderheiler, skurrile Ideologieshows und selbsternannte Satanisten sitze das Steuergeld locker, kritisieren die Freiheitlichen, die einen sofortigen Förderstopp für die Wiener Festwochen in ihrer derzeitigen Form fordern. 


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