Die voranschreitende Verschmutzung der Ozeane mit Plastikmüll tötet immer öfter Meeressäuger wie Wale.

28. April 2016 / 14:52 Uhr

Plastikmüll in den Ozeanen: Dutzende verendete Wale in Deutschland angespült

Die massive Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikabfällen forderte nun in der Nordsee mindestends vier Tote Pottwale. Ingesamt wurden seit Beginn des Jahres 13 Meeressäuger angeschwemmt, alle verendeten grausam. Bei der Obduktion der an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins angespülten Wale fanden Forscher enorme Mengen an Plastikabfällen in deren Mägen. So fraßen die Meeressäuger unfreiwillig 13 Meter lange Netze aus der Fischerei, Plastikteile von Fahrzeugen und anderen menschlichen Unrat, der einfach in die Meere gelangt. Das scharfe und unverdauliche Plastik dürfte den Walen schließlich die Magendecken aufgeschnitten haben. 

Meere werden zunehmend zu Plastikmüll-Deponien

Dieses Schicksal ereilt seit geraumer Zeit hunderte Wale überall auf der Welt. Die Ozeane sind einer Plastik-Verunreinigung ungeahnten Ausmaßes ausgesetzt. Beispielsweise landet mittlerweile jährlich mehr Plastikabfall in den Meeren, als die Schweiz pro Jahr Müll produziert. Riesige "Müllinseln", die im Meer herumtreiben, gefährden sowohl Flora als auch Fauna der Ozeane. Die giftigen Kunststoffverbindungen zerfallen durch Sonneneinstrahlung und Wellen zu kleinen und kleinesten Teilchen, die über Fische längst wieder in die Nahrungskette des Menschen gelangen.


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Einer der Forscher, welcher die toten Wale obduzierte, dazu:  

Diese Funde zeigen uns die Auswirkungen unserer Kunststoffgesellschaft: Tiere nehmen unbeabsichtigt Plastik und anderen Kunststoffmüll auf, leiden darunter, im schlimmsten Fall verhungern einige bei vollen Mägen. Das ist eine dringende Mahnung, verstärkt gegen Müll im Meer vorzugehen.


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