Weiter auf dem Vormarsch scheint die Lobby der Bargeldabschaffer. Aktuell hat Dänemark seine Münzprägeanstalt geschlossen und die Fertigung nach Finnland verlagert. In Schweden und Norwegen wurde die Herstellung von Münzen bereits eingestellt. Begründung der Notenbanker in Skandinavien: Nur noch 20 Prozent aller Transaktionen würden etwa in Dänemark mit Bargeld durchgeführt.
Im Vergleich dazu liegt das Bargeldtransaktionsvolumen in Deutschland und Österreich aktuell noch bei 80 Prozent. In Dänemark wurde Geschäften bereits gesetzlich erlaubt, Bargeld als Zahlungsmittel einfach abzulehnen und somit die Kunden zu zwingen, auf den elektronischen Zahlungsverkehr umzusteigen.
Bargeldverbot schränkt die Freiheit der Bürger massiv ein
Der Kampf ums Bargeld ist schon längst über eine akademische Diskussion rund um den Zahlungsverkehr hinaus. Durch ein Bargeldverbot verlieren die Bürger massiv an persönlicher Freiheit und sind der totalen Überwachung ausgeliefert. Gleichzeitig können sie sich auch Enteignungsmaßnahmen durch den Bankensektor, wie etwa den Negativzinsen, nicht entziehen.
Zu welchen weitreichenden Konsequenzen ein Bargeldverbot führt, zeigen aktuell etwa die Vorgänge im sozialistisch regierten Venezuela, wo durch die Abschaffung des 100-Bolivar-Scheines eine Plünderungswelle ausgelöst wurde, da die Bevölkerung ohne bare Zahlungsmittel ihr tägliches Leben nicht mehr bestreiten kann.