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Der Streit zwischen Angela Merkel und der CDU über die Zurückweisung von Migranten ist zu einer Zerreißprobe für die Regierungskoalition in Berlin geworden.

23. Juni 2018 / 17:03 Uhr

57 Prozent der Deutschen sprechen sich für die Erschwerung der Einreise von Migranten aus

Der Asylstreit zwischen CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer spitzt sich weiter zu.

Eine aktuelle Umfrage stützt den Kurs des Bundesinnenministers aus Bayern, der zwar nicht eine Verschärfung des Asylrechts fordert, dafür aber bestehenden Gesetzen wieder Geltung verschaffen will. Allein die Anwendung der gültigen Dublin-III-Verordnung hätte dem deutschen Steuerzahler 18.349 Sozialfälle erspart.

Fast zwei Drittel für Seehofers Zurückweisungskurs

57 Prozent sprechen sich dafür aus, Migranten die Einreise zu erschweren, weil das Land mit deren Integration überfordert sei. 34 Prozent waren gegen ein solches Vorgehen. 61 Prozent der Befragten unterstützen die Position der CSU, Flüchtlinge, deren Fingerabdrücke bereits in einem anderen EU-Land registriert sind, an der Grenze zurückzuweisen. 30 Prozent hielten diese Position für falsch.

Trennung von Unionsparteien

Im Zuge der Umfrage wurde auch die Kooperation von CDU und CSU in Frage gestellt: Die Mehrheit der Deutschen spricht sich dafür aus, dass sich die beiden Schwesterparteien getrennt der Wahl stellen, zu unterschiedlich sind mittlerweile die inhaltlichen Positionen.

Kantar Public hatte am 19. und 20. Juni 947 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte befragt. 

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