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Kärnten zahlt den Pflegeheimen im Land 18,5 Millionen Euro im Jahr – doch eine echte Reform braucht mehr, findet man in der Opposition.

Kärnten zahlt den Pflegeheimen im Land 18,5 Millionen Euro im Jahr – doch eine echte Reform braucht mehr, findet man in der Opposition.

18,5 Millionen Euro für Pflegeheime: Genug für eine echte Pflegereform?

Kärnten stellt für die Pflegeheime 2027 weitere Mittel bereit. FPÖ-Pflegesprecher Christian Ragger begrüßt eine solide Finanzierung der Einrichtungen, warnt aber vor einer Pflegepolitik, die vor allem bestehende Heimstrukturen stützt. Sein Gegenentwurf: mehr mobile Pflege und bessere Hilfe für Angehörige.

18,5 Millionen Euro für die Heime

In Kärnten gibt es 79 Altenwohn- und Pflegeheime mit rund 5.800 Plätzen. Für 2027 wird der Sockelbetrag auf rund 3.481 Euro pro Bett und Monat angehoben. Der finanzielle Mehraufwand beträgt rund 18,5 Millionen Euro. Das Land begründet die Übergangslösung mit dem Ziel, den Heimen bis zur Entwicklung eines neuen Finanzierungsmodells Planungssicherheit zu geben.

Ragger stellt dieser Investition seine Forderung „Daheim statt Heim“ gegenüber. Wo mobile Pflege den Bedarf eines Menschen decken könne, sei sie häufig günstiger als ein Heimplatz, argumentiert er. Er fordert deshalb einen Ausbau mobiler Dienste und ein flächendeckendes Case Management, das gemeinsam mit Pflegebedürftigen und Angehörigen klärt, welche Betreuung im Einzelfall passt.

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Streit um die Finanzierung

Die FPÖ will die Finanzierung künftig stärker daran knüpfen, welche Pflege- und Betreuungsleistungen ein Mensch tatsächlich braucht. Ragger nennt dafür einen jährlichen Pflegescheck über 2.500 Euro, eine Erhöhung des Pflegegeldes um 50 Prozent ab Pflegestufe drei bei häuslicher Pflege und eine bessere Absicherung pflegender Angehöriger.

Auch die Höhe der Finanzierung steht in der Diskussion: Die Berufsgruppe der Kärntner Alten- und Pflegeheime in der Wirtschaftskammer begrüßte die Fortführung der Finanzierung für Hilfspersonal, erklärte aber, die veröffentlichten Beträge zum Sockelbetrag mangels zugänglicher Berechnungsgrundlagen nicht nachvollziehen oder verifizieren zu können. Sie forderte transparente Zahlen und eine Einbindung der Betreiber.

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