Den eigenartigen Humor des ORF-Komikers Peter Klien („Gute Nacht Österreich“) muss man nicht mögen. Seine Art der Interview-Führung mit den Menschen auch nicht. Dass er FPÖ-Chef Herbert Kickl partout nicht vor sein Mikro bekommt, ärgerte Klien offenbar so sehr, dass er ihm nun in einem News-Gespräch „Feigheit“ vorwarf.
Klien widerspricht sich selbst
„Ich finde Herbert Kickl feig“, sagte Klien wörtlich, weil dieser ihm aus dem Weg gehe. Im selben Artikel hielt der ORF-Mann aber fest: Er könne verstehen, dass jemand ihn oder eine Konfrontation mit Satire vermeiden wolle. Eine Verpflichtung sehe er nicht. Einerseits feig, andererseits keine Verpflichtung, sich die Fragen von Klien anzutun. Ein Widerspruch, der auffällt.
Im Schwitzkasten aus dem Bus geschmissen
Das Wildeste, was er erlebt habe, sagte Klien im News-Gespräch, wäre natürlich der Schwitzkasten am Oktoberfest in Hartberg vor drei Jahren gewesen. Das wäre schon sehr daneben und unangenehm gewesen, meinte er. Tatsächlich hatte ihn ein Security-Mann in den Schwitzkasten genommen und ihn so aus einem Bus geschmissen, nachdem er ohne Genehmigung das Fahrzeug betrat, um Kickl näher zu sein. Und zwar um ihn zu fragen, ob Kickl in der Schulzeit Eva Glawischnig einen Zungenkuss gegeben habe.
Probleme auch im EU-Parlament
Unangenehm aufgefallen ist Peter Klien auch im EU-Parlament. EU-Abgeordnete Petra Steger (FPÖ), selbst dem Stalking von Klien zum Opfer gefallen, erzählte, dass der ORF-Satiriker in einen Bereich des EU-Parlaments gewollt habe, der ausschließlich den Abgeordneten vorbehalten wäre. Der ORF-„Rüpel“ wurde von der dortigen Security davon abgehalten.
Für Geld früher sterben
Kritiker von Klien beschuldigen ihn, oft auch die Grenze des Geschmacks zu überschreiten. „Das hat mit Satire nichts mehr zu tun! Frechheit, unsere Pensionisten so anzupöbeln, die ihr Leben lang hart geschuftet haben“, schrieb Erich B. unter ein Facebook-Posting des ORF-Komikers. Dieser fragte auf der Straße: „Was machen, wenn die Leute immer länger leben?“, und machte geschmacklose Angebote. So fragte er zum Beispiel:
Wären Sie bereit früher zu sterben, wenn man Ihnen viel Geld dafür anbietet?
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