SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer präsentierte gegenüber der Gratiszeitung Heute.at seine ganz besondere Wahrnehmung der Realität: FPÖ-Chef Herbert Kickl habe noch keine Wahl gewonnen, meint der voraussichtlich zukünftige Vizekanzler.
„Er hat nur 29 Prozent gehabt“
Auf Kickl angesprochen, meinte Marterbauer ernsthaft: „Herbert Kickl hat noch keine Wahlen gewonnen.“ Auf den Hinweis, dass Kickl mit seiner Partei etwa die letzte Nationalratswahl haushoch gewonnen habe, präsentierte Marterbauer seine denkwürdige „Rechnung“: „Er hat 29 Prozent gehabt. Um eine Wahl zu gewinnen, braucht man 50 Prozent. Er hat ja keine Partner gefunden.“
„Ich glaube nicht, dass Kickl jemals Kanzler wird“
Er „glaube nicht, dass Herbert Kickl jemals Bundeskanzler werden wird“, weil „wir diese extremistischen Kräfte in Österreich nicht brauchen“, verkündete der Vertreter der Sozialdemokratie, die in aktuellen Umfragen – anders als die Kickl-FPÖ – inzwischen schon fast zu den Kleinparteien gehört. Die FPÖ sei für ihn „von extremistischen Kräften unterwandert“. Die Partei habe keine Lösungen, mit Kickl wolle niemand zusammenarbeiten – „weil er gar nicht zur Zusammenarbeit in der Lage ist“.
Spott und Häme im Netz für Marterbauer
In den sozialen Medien hat unterdessen kaum jemand Verständnis für Marterbauers Sicht auf Kickl und die FPÖ, die allein 2024 bei drei Wahlen stärkste Partei wurde: bei der Europawahl, der Nationalratswahl und der steirischen Landtagswahl. Marterbauers Behauptung, dass man eine Wahl erst mit 50 Prozent gewinne, sorgt zumindest für einige Schmunzler – denn davon seien die Freiheitlichen laut aktuellen Umfragen nicht mehr weit entfernt, kommentieren manche Nutzer im Netz.
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