Der Befreiungsschlag bleibt aus: Die Österreicher blicken äußerst skeptisch auf die Ambitionen von Gerhard Zeiler. Während an der Basis die Zustimmung fehlt, rückt das richtungsweisende Treffen der SPÖ-Landeschefs immer näher.
Deutliche Absage für den Herausforderer
Der von Medienmanager Gerhard Zeiler angekündigte Kurswechsel in der SPÖ stößt in der Bevölkerung auf erstaunlich wenig Gegenliebe. Einer aktuellen OGM-Umfrage im Auftrag des Kurier zufolge halten lediglich 20 Prozent der befragten Wahlberechtigten den 71-Jährigen für den Richtigen, um die Sozialdemokratie aus ihrem Umfragetief zu führen. Satte 42 Prozent sprechen sich hingegen explizit gegen ihn aus. Ein Befreiungsschlag sieht anders aus – die Hoffnungen auf eine schnelle Stimmungswende durch den Medienprofi bekommen damit einen gewaltigen Dämpfer.
Die eigene Basis erteilt Zeiler eine Absage
Besonders schmerzhaft für Zeiler ist das Stimmungsbild in den eigenen Reihen. Unter den ausgewiesenen SPÖ-Sympathisanten kommt der Manager auf mickrige 16 Prozent Zustimmung, während sich 57 Prozent klar gegen eine Übernahme aussprechen. OGM-Chef Wolfgang Bachmayer bringt die Lage auf den Punkt: Die verbliebene rote Wählerschaft stehe keineswegs hinter dem Quereinsteiger Zeiler, sondern schare sich – wenn auch halbherzig – weiterhin um den amtierenden Parteichef Andreas Babler. Dieser war erst vor wenigen Monaten mit 81,5 Prozent an der Parteispitze bestätigt worden.
Skepsis vor den Machtspielen im Rathaus
Auch die Erwartungen an eine inhaltliche Kehrtwende unter Zeiler fallen spürbar verhalten aus. Ein Großteil der Bevölkerung rechnet nicht damit, dass die Partei unter seiner Führung wieder zu alter Stärke zurückfinden würde. Während 35 Prozent zumindest leichte Zugewinne erwarten, gehen knapp 44 Prozent von Stagnation oder gar weiteren Verlusten aus. Vor dem anstehenden Treffen der SPÖ-Landesparteichefs in Wien zeigt die Umfrage eines ganz deutlich: Der Weg an die Parteispitze wird für Gerhard Zeiler keinesfalls der erhoffte Selbstläufer.
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