Mehrheit gegen den Kanzler: 55 Prozent der Deutschen wollen, dass Friedrich Merz sein Amt aufgibt. Nur 40 Prozent wollen ihn weiter im Kanzleramt, mit seiner Arbeit zufrieden sind bloß elf Prozent. Das zeigt das aktuelle RTL/ntv-Trendbarometer von Forsa – erhoben zwischen dem 17. und 21. September unter 1509 Befragten, knapp nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
Wahldebakel, Alltagssorgen, gebrochenes Versprechen
In Mecklenburg-Vorpommern flog die CDU mit 4,9 Prozent erstmals aus einem Landtag, die AfD landete bei 38,2 Prozent. In Berlin sackte die Union auf 18,8 Prozent ab, die Linke wurde mit 25,7 Prozent stärkste Kraft. 81 Prozent der Forsa-Befragten sehen als Grund, dass sich die Union zu wenig um die Alltagssorgen der Bürger kümmert.
66 Prozent machen Merz persönlich verantwortlich, 64 Prozent das gebrochene Versprechen, keine neuen Schulden aufzunehmen. Im Osten wollen 68 Prozent den Kanzler loswerden.
Merz bleibt sitzen
Am Wahlabend nannte Merz das Ergebnis ein „Desaster“, schloss aber einen Rückzug aus:
Was jetzt zu tun ist, erfordert Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld. Ich werde das aufbringen – als Parteivorsitzender der CDU und vor allem als Bundeskanzler unseres Landes.
Tage zuvor hatte Regierungssprecher Stefan Kornelius die Institute angegriffen: Keines dieser Institute, die in dieser Frequenz Umfragen auf den Tisch legen würden, hätte die Finanzressourcen, um solche Umfragen zu machen.
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