FPÖ-Chef Herbert Kickl hat im ORF-„Sommergespräch“ gesagt, er könne zur Heeresreform der Verlierer-Ampel nichts sagen, weil er bis heute keinen Plan kenne. Heute, Mittwoch, bestätigte Christian Nusser, Mitglied der Krone-Chefredaktion, das Verwirrspiel rund um den Präsenzdienst.
Bis jetzt nur Zahlenspielereien
„Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht?“, richtete Nusser die Frage an die Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und Neos. Diese Regierung halte die Österreicher seit geraumer Zeit mit Zahlenspielereien bei Laune. 7 plus 2 oder 6 plus 3 oder 6 plus 2 plus 1, das Angebot sei umfangreich und fast täglich frisch.
Synonym für das Scheitern
Das Herumlavieren bei der Heeresreform ist bereits ein Synonym für das allegemeine Scheitern einer Regierung geworden, die sich offenbar auf nichts einigen kann. Und wenn, dann ist das Ergebnis ein fauler Kompromiss, mit dem keiner zufrieden ist.
Einigung folgte Uneinigkeit
Krone-Journalist Nusser brachte es auf den Punkt: „Der großen Einigung beim Ministerrat folgte die große Uneinigkeit im Herbst“. Und Oe24-Herausgeber Wolfgang Fellner kritisierte scharf, dass neben Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger auch ÖVP-Kanzler Christian Stocker und Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur UNO-Generalversammlung nach New York reisen, anstatt in der Heimat endlich etwas zuwege zu bringen.
Heeresreform hakt beim Zivildienst
Offenbar hakt die Heeresreform jetzt beim Zivildienst. Der soll nicht verlängert werden, außer – so Nusser in seinem Kommentar – es stelle sich nach einem Jahr verblüffenderweise heraus, dass viele junge Menschen lieber neun Monate zu Global 2000 gehen, als sich gleich lang in den Gatsch zu hauen. „Wer kann schon ahnen, wie das ausgeht?“
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