Während heimische Pensionisten unter der Teuerung leiden, finanziert das rot-pinke Rathaus Wirtschaftskurse in Afrika. Die FPÖ wirft Bürgermeister Michael Ludwig den Verlust des politischen Kompasses vor.
Nächster Budget-Aufreger im Wiener Rathaus
Im Wiener Finanzausschuss sorgt das nächste Auslandsprojekt der rot-pinken Stadtregierung für erhebliche politische Debatten. Nachdem bereits Mittel für eine Schulbäckerei im Kongo sowie ein Imker-Projekt in Burkina Faso freigegeben wurden, fließen nun 40.000 Euro Steuergeld nach Mosambik. In dem südostafrikanischen Land soll im Distrikt Búzi ein spezielles Schulungsprogramm für 40 Frauen finanziert werden. Die Mittel sollen angeblich dazu dienen, den Teilnehmern Grundlagen der Kleinunternehmensführung und Finanzkompetenz zu vermitteln.
FPÖ spricht von verfehlter Prioritätensetzung
Die neuerliche Auslandsförderung stößt insbesondere bei der Opposition auf scharfe Ablehnung. Der Klubobmann der Wiener FPÖ, Maximilian Krauss, kritisierte den Beschluss scharf und warf Bürgermeister Michael Ludwig vor, das Rathaus wie ein Entwicklungsministerium zu führen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Belastung heimischer Haushalte durch die Teuerung bezeichnete Krauss die Ausgaben als Signal völlig falscher Prioritäten.
Heftige Kritik an der Ausgabenpolitik der Stadt
Besonders die Betroffenheit älterer Menschen in der Bundeshauptstadt hob die FPÖ in ihrer Stellungnahme hervor. Solange zahlreiche Wiener Pensionistinnen jeden Cent umdrehen müssten, seien derartige Wirtschaftsförderungen auf anderen Kontinenten unangebracht. Mit der klaren Forderung nach einem umgehenden Ende dieser Projektförderungen untermauerte die Opposition ihre Haltung gegen den weiteren Export von Mitteln aus dem Wiener Stadtbudget.
