Wasserpark

Der barbarische Messer-Angriff im Wasserpark in Wien-Floridsdorf wird nun vor dem Straflandesgericht verhandelt.

15. Juni 2026 / 15:25 Uhr

Migrantischer Bandenkrieg im Wasserpark: Zehn Syrer vor Gericht

Im Wiener Straflandesgericht hat am heutigen Montag der fünf Tage lange Prozess rund um eine brutale Attacke im Wasserpark in Wien-floridsdorf begonnen. Zehn Syrer müssen sich nun wegen schwerer Gewaltdelikte verantworten.

Syrer bekriegen sich wegen „gekränkte Ehre“

Am 19. November 2025, kurz nach 17 Uhr, hatten rund 20 junge Syrer vier junge Männer am Skaterplatz im Wasserpark Floridsdorf angegriffen. Auslöser war eine „gekränkte Ehre“ zwischen einem Opfer und dem Rädelsführer der syrischen Gruppierung. Der Rädelsführer rief über eine Chatgruppe seine Freunde dazu auf, bewaffnet zur Moschee in Floridsdorf zu kommen. Mit Messern, Schlagringen, Stöcken, Pfefferspray und Schreckschusspistolen ausgestattet, rannte eine 20-köpfige, schreiende Migranten-Meute auf die vier wartenden Männer zu und attackierte sie sofort. Vier Opfer wurden zum Teil schwer verletzt, zwei von ihnen, ein 14-Jähriger und ein 21-Jähriger, schwebten nach der Attacke in Lebensgefahr.


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Bis zu zehn Jahre Haft drohen

Zehn der Angreifer im Alter von 16 bis 27 Jahren sind nun angeklagt, einige konnten unerkannt entkommen. Zwei der Angeklagten wiesen bereits Vorstrafen auf, der Großteil lebt von bis zu 1.200 Euro Sozialleistungen. Nur der Älteste ging einer geregelten Arbeit nach, zwei besuchten die Abendschule einer HTL. Besonders schwer ist die Anklage gegen den 16-jährigen Beschuldigten, der zusätzlich wegen Mordversuchs vor Gericht steht. Da er zum Tatzeitpunkt erst 15 Jahre alt war, musste er sich vor einem Schöffengericht verantworten. Die Strafdrohung für Mord liegt bei Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 bei einem bis zu zehn Jahren Haft. Der Rädelsführer selbst ist noch auf der Flucht, dafür nahmen zwei seiner Brüder auf der Anklagebank Platz.

Opfer glaubte an friedliche Aussprache

Im Vorfeld dürfte es zwischen einem Opfer und dem Rädelsführer der syrischen Gruppierung zu einer Ehrverletzung gekommen sein, die er sich laut Anklage nicht gefallen lassen wollte. Das Opfer, das an eine friedliche Aussprache glaubte, wurde für 17.30 Uhr zum Skaterplatz im Wasserpark bestellt. Dieser ging davon aus, dass es ein ruhiges Gespräch geben würde, weshalb er seinen jüngeren Bruder und zwei Freunde, darunter einen 14-Jährigen, zu dem Treffen mitnahm. Als sie beim Skaterpark warteten, rannte plötzlich eine 20-köpfige, schreiende Meute auf sie zu und attackierte sie sofort.

Schwerste Verletzungen: Mordversuch

Das ursprüngliche Opfer blieb fast unverletzt, sein jüngerer Bruder erlitt Stichverletzungen im unteren Rücken. Sie konnten sich noch in eine nahe Garage flüchten. Ein Freund wurde mit einer Eisenstange geschlagen und erlitt Messerstiche in Oberschenkel und Gesäß. Der 14-Jährige wurde am schlimmsten zugerichtet. Zunächst wurde er mit dem Stock geschlagen. Danach soll sich der damals 15-jährige Rädelsführer auf ihn draufgesetzt und ein Messer in den Rücken und in das Gesäß gestochen haben, was die Staatsanwaltschaft als Mordversuch wertet. Das Opfer ist vor Ort blutend zusammengebrochen und musste tagelang stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Beide Opfer, der 14-jährige und der 21-jährige, befanden sich zeitweise in kritischem Zustand, konnten jedoch gerettet werden.

Alle Angeklagten wollen unschuldig sein

Die Staatsanwältin sprach in ihrem Eröffnungsplädoyer von einer „massiven Gewaltattacke“ . Alle zehn Angeklagten bekannten sich nicht schuldig. Sie behaupteten, zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein. Einige wären nur zufällig in der Nähe des Tatorts, andere wären nur aus Neugierde gekommen, weil sie von der Schlägerei erfahren hatten. Bisweilen verweigerten die Beschuldigten zum Teil die Aussage oder wiesen jegliche Schuld von sich. Die Beschuldigten wurden jedoch von den Opfern und auch Zeugen erkannt. Außerdem werden sie von Bildern aus Überwachungskameras und den Handyauswertungen belastet.

Freund des Angeklagten provoziert in Gerichtssaal

Für Unruhe sorgte auch ein Freund der Angeklagten, die teilweise grinsend unter schwerer Bewachung den Gerichtssaal betraten. Er filmte trotz verhängten Film- und Fotografierverbots das Großaufgebot an Justizwachebeamten. Auf die Frage der Richterin, was das soll, meinte er: „Ich habe meine Freunde aufgenommen.“ Daraufhin wurden seine Daten registriert, das Video gelöscht und er verwarnt. Bei einem weiteren Verstoß würden die Zuschauer des Saales verwiesen, kündigte der beisitzende Richter an.

Der Prozess dauert fünf Tage, bis zum kommenden Freitag.

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