Andreas Babler und Euro

Andreas Babler (SPÖ) kürzt die Förderung für Wiener Jungkicker radikal.

8. Juni 2026 / 13:13 Uhr

Fragwürdige Prioritäten: SPÖ-Vizekanzler Babler streicht Förderung für 1300 junge Kicker

Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler (SPÖ) hat die Förderung für die Käfig League der Caritas Wien eingestellt. Das interkulturelle Fußballprojekt in öffentlichen Käfigen betreut nach Angaben der Veranstalter rund 1300 Kinder und Jugendliche. Früher gab es Förderungen in Höhe von je 85.000 Euro pro Jahr. Heuer bleibt das Geld aus. Laut Ministeriumsangaben sei eine Fortsetzung nicht möglich, weil das Projekt ohne diese Unterstützung nicht stattfinden könne.

Brunzbecken und Babler-Film als Kontrast

Gleichzeitig steht das Ministerium Bablers für andere Ausgaben bereit. Ein umstrittenes Kunstprojekt, das als „Brunzbecken“ oder Urin-Schwimmbad-Spektakel kritisiert wird, wurde im Rahmen österreichischer Beiträge zur Biennale in Venedig realisiert und von Kritikern wie FPÖ-Politiker Leo Lugner scharf attackiert.


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Ebenso floss mehr als eine halbe Million Euro Steuergeld in die Dokumentation „Wahlkampf“, die Andreas Babler und sein Team während des Nationalratswahlkampfs 2024 begleitete. Die Förderungen wurden noch unter der Vorgängerregierung genehmigt, der Film kam 2026 ins Kino und blieb ein Publikumsflop mit nur knapp unter 900 Besuchern in der ersten Woche.

Sparzwang bei Sport, Geld für andere Projekte

Das Sportministerium begründet die Streichung bei der Käfig League mit Sparvorgaben im Budget. Gleichzeitig wird im Ressort für Kunst, Kultur und Medien weiter für eigene Zwecke gefördert. Die Käfig League gilt als soziales Projekt, das in Wiener Fußballkäfigen nicht nur Sport, sondern auch Integration, Fairness und Talentsuche ermöglicht. Viele Kinder sehen die Plätze als zentralen Treffpunkt. Die Caritas sucht nun alternative Finanzierungen.

Reaktionen und politische Bruchlinien

Die Entscheidung sorgt für Aufregung in Sportkreisen und bei Oppositionspolitikern. Babler selbst positioniert sich gerne als Fußballfan und war bei ÖFB-Spielen präsent. Das Ministerium verweist auf die Notwendigkeit harter Einsparungen im Gesamtbudget.

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