Der ehemalige Intendant von Servus TV, Ferdinand Wegscheider, erzählte in der Sendung von Monika Gruber, „Die Gruaberin“, wie er zuerst als „rechts“, dann „rechtsextrem“ und später als „Nazi“ geframt wurde und warum sich Journalisten in den Medien, in denen sie arbeiten, selbst das Grab schaufeln.Â
Fast jede Verschwörungstheorie ist wahr geworden
Im Flüchtlingsjahr 2015 habe er sich gefragt, was denn da passieren würde mit den offenen Grenzen. Das könne sich doch hinten und vorne nicht ausgehen, dachte er sich. Ab diesem Zeitpunkt habe man ihn als rechts, rechtsextrem und Nazi dargestellt.Â
Schon damals sei den Menschen vom Mainstream etwas vorgekaut worden – und sie hätten es geglaubt, „weil der Radio und das Fernsehen es gesagt haben und es ja auch in der Zeitung steht“. Das sei dann auch so in der Corona-Politik gewesen, bei der man heute leider sagen müsse, dass fast jede Verschwörungstheorie wahr geworden sei.
Mainstream-Medien haben ihre Chance vertan
Die Medien, so Ferdinand Wegscheider, hätten in der Corona-Zeit die Riesen-Chance gehabt, sich gegen das Internet abzugrenzen. Nämlich, durch guten, qualitativen Journalismus. Diese Chance hätten sie vertan. Jetzt würde der Mainstream ihr Heil darin sehen, dass sie die alternativen Medien und sozialen Medien ächten, diskreditieren und diffamieren.Â
Journalisten tragen inhaltlich nichts bei
Man werfe die Kritiker der Corona-Politik, des menschengemachten Klimawandels oder der Andersdenkenden im Ukraine-Konflikt in einen Topf mit den wirklichen Spinnern, die es natürlich auch gebe in den sozialen Medien. Journalisten würden in den Redaktionen sitzen und zuschauen, wie ihr Arbeitgeber wirklich schwere Zeiten erlebe, aber inhaltlich würden sie zur Verbesserung der Situation nichts beitragen.
Medien jammern über zu wenig Fördergeld
Während Wegscheider, der im Ruhestand ist und nur noch seine wöchentliche Kolumne „Der Wegscheider“ macht, manchen Medien einen Spiegel vorhält, klagen die Herausgeber über die heimische Politik. Oe24 schreibt heute, Samstag, über „Das Attentat auf Österreichs Medien“ und beschuldigt SPÖ-Medienminister Andreas Babler und Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig indirekt, an Massenkündigungen in der Branche schuld zu sein. Dem Vernehmen nach würde Babler mehr als 50 Millionen Euro an Förderungen blockieren, Ludwig wiederum hätte 60 Prozent des Medien-Budgets in Wien gestrichen. Das löse in Österreich angeblich die dramatischte Medien-Krise seiner Geschichte aus.


