In Oberösterreichs Volksschulen zeichnet sich ein klares Bild ab. Rund 7.300 Kinder gelten als „außerordentliche“ Schüler, weil sie dem Regelunterricht auf Deutsch nicht ausreichend folgen können. Nach Angaben der FPÖ-Bildungssprecherin LAbg. Stefanie Hofmann und Klubobmann Thomas Dim besitzen 36 Prozent dieser Kinder die österreichische Staatsbürgerschaft. Ein Teil von ihnen wurde sogar in Österreich geboren. Die Zahlen stammen aus aktuellen Erhebungen zu den außerordentlichen Schülern und wurden Ende Mai 2026 von der FPÖ OÖ öffentlich gemacht. Sie werfen ein grelles Licht auf die Folgen jahrelanger Migrations- und Einbürgerungspolitik.
Eltern gefordert, Lehrer entlastet
Hofmann und Dim stellen klar: Die Verantwortung liegt zuerst bei den Eltern.
Sie sind dafür verantwortlich, dass ihre Kinder die Landessprache lernen – nicht die Lehrkräfte.
Die Lehrer würden zunehmend damit beschäftigt, Sprachprobleme zu beheben, statt normalen Unterricht zu halten. Das belaste nicht nur die betroffenen Kinder, sondern den gesamten Klassenverband. Kritik kommt besonders an Fällen wie einer Volksschule in Freistadt, wo Berichten zufolge Teile des Englischunterrichts auf Türkisch abgehalten wurden. Solche Vorfälle zeigten, wie weit die gemeinsame Schulsprache Deutsch bereits unter Druck geraten ist.
Staatsbürgerschaft als Symbol
Besonders heikel bleibt der Umstand, dass viele dieser Kinder bereits den österreichischen Pass tragen. „Staatsbürgerschaft allein ersetzt keine gelungene Integration“, betonen die Freiheitlichen. Die FPÖ fordert deshalb eine Verschärfung der Einbürgerungsregeln und klare Voraussetzungen wie ausreichende Deutschkenntnisse bereits vor dem Schuleintritt.
Zu den konkreten Maßnahmen gehören nach ihren Vorstellungen verpflichtende Deutschförderklassen, Deutsch als klare Schulsprache – auch in den Pausen – sowie spürbare Konsequenzen für Eltern, die nicht mitarbeiten.
Realität gegen schöne Worte
Während Teile der etablierten Politik weiter von gelungener Vielfalt sprechen, zeigen die harten Zahlen aus Oberösterreich eine andere Wirklichkeit. Immer mehr Kinder mit österreichischem Pass beherrschen die Unterrichtssprache nicht ausreichend. Das belastet das gesamte Schulsystem, drückt den Leistungsstand und stellt die Frage, ob Einbürgerung ohne echte Integration nicht vor allem eines schafft: Probleme auf Dauer in die Gesellschaft zu verlagern .

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