Franz Dinghofer und Parlament

Franz Dinghofer stand am 12. November 1918 gemeinsam mit Karl Seitz und Jodok Fink an der Spitze der provisorischen Nationalversammlung, die Österreich von der Monarchie zur Republik machte.

6. November 2025 / 15:03 Uhr

Rufmord von „linken Geschichtsfälschern“ an österreichischem Republiksgründer

Nach dem Rufmord linker Geschichtsfälscher am österreichischen Republiksgründer Franz Dinghofer könne man nicht zur Tagesordnung übergehen, meint FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker. Fakten würden beweisen: Er war Opfer des NS-Regimes, kein Täter.

Journalismus im ORF folgt Ideologie der Redakteure

Den Vogel in der Berichterstattung über das am 11. November im Parlament stattfindende Dinghofer-Symposium schoss – wie berichtet – einmal mehr der ORF ab. Dieser titelte allen Ernstes: „Kritik am Symposium für Nationalsozialisten im Parlament“. Zu dieser Erkenntnis kam das Staatsfernsehen, nachdem den Linken nahestehende Zeithistoriker wie Helmut Konrad und Oliver Rathkolb den Republikgründer Franz Dinghofer einen „deklarierten Nationalsozialisten“ bezeichnet hatten. So geht Journalismus, wenn man der eigenen Ideologie und nicht den Fakten folgt.

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Der ORF führte seine Berichterstattung noch dazu selbst ad absurdum. Denn er hatte Franz Dinghofer am 23. Februar 2019 in einer Dokumentation noch als einen „Baumeister der Republik“ gewürdigt

Affront gegen Geschichte unseres Landes

Jetzt rückte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker das Bild des Architekten der Ersten Republik in einem Video-Beitrag ins rechte Licht. Fakt ist: Franz Dinghofer stand am 12. November 1918 gemeinsam mit Karl Seitz und Jodok Fink an der Spitze der provisorischen Nationalversammlung, die Österreich nach Jahrhunderten der Habsburger-Herrschaft zur Republik machte. Dass er nun von linker Seite ins Nazi-Eck gestellt werde, sei ein unglaublicher Affront gegen die Geschichte unseres Landes, sagte Hafenecker.

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Von Nazis als oberster Richter abgesetzt

Wäre er nämlich tatsächlich ein Nazi gewesen, hätten ihn diese wohl kaum als Präsidenten des Obersten Gerichtshofs abgesetzt. Der Grund: Er handelte nicht im Sinne der NS-Ideologie. Dinghofers Eigentum in Linz wurde von den Nationalsozialisten enteignet, seine Familie vertrieben. Zudem bestätigen mehrere Behörden-Akte, dass Dinghofer nie Mitglied der NSDAP war. Wörtlich meinte Hafenecker:

Wer wie die linksgedrillten Historiker behaupte, dass Dinghofer ein Nazi gewesen sei, der betreibe ganz bewusst Geschichtsfälschung. Es geht nur um die Dämonisierung von Persönlichkeiten, die vielleicht einen Nahebezug zur FPÖ haben oder hatten.

Stadtgeschichte Linz widerspricht linken Historikern

Diese Fakten kennt nicht nur der FPÖ-Generalsekretär, sondern auch die Stadtgeschichte von Linz. In einer Biographie über Franz Dinghofer heißt es wörtlich:

Dass er sein Amt als oberster Richter nicht dazu gebrauchte, den Interessen der Nationalsozialisten zu dienen, erkennt man an den politischen Beurteilungen, die die Funktionäre der NSDAP nach dem „Anschluss“ über ihn verfasst haben, sowie an der Tatsache seiner Ablöse als Präsident des Obersten Gerichtshofs.

Für das Dinghofer-Symposium kann man sich hier anmelden.

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