Ewa Ernst-Dziedzic

Die grüne Ex-Nationalratsabgeordnete Ewa Ernst-Dziedzic verzapfte auf Puls24 ziemlichen Unsinn über FPÖ-Chef Herbert Kickl.

TV

23. Dezember 2024 / 10:26 Uhr

Grüne darf auf „Puls24“ unwidersprochen „Fake News“ über FPÖ verbreiten

Auf Puls24 läuft derzeit eine Image-Kampagne zur Beweihräucherung der eigenen Journalisten, die mit Recherchen angeblich Fakten schaffen. Doch in Diskussions-Sendungen werden „Fake News“ zugelassen.

So präsentieren Moderator Thomas Mohr und Info-Chefin Corinna Milborn derzeit in Video-Clips “unabhängigen Journalismus” auf Puls24, der als “vierte Kraft im Staat” den mächtigen auf die Finger schauen. Schaut man Diskussions-Sendungen auf Puls24 wie „Wild Umstritten“ vom 16. Dezember an, ist aber das Gegenteil der Fall.

Treffen verschlafen?


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Zu Gast bei Moderator Werner Sejka war die grüne Ex-Nationalratsabgeordnete Ewa Ernst-Dziedzic, die tatsächlich Folgendes behauptete:

..der (FPÖ-Parteichef Herbert Kickl, Anm.) hat sich ja auch nach der Wahl kaum drum bemüht um die anderen Parteien. Er wollte keinen Schulterschluss, er wollte keine Kompromisse, es gab keine Treffen…

Der Moderator widersprach nicht. Nur der Ex-FPÖ-Poliiker Andreas Mölzer meinte kurz: „Das wissen Sie so genau“. Entweder hatte die Grün-Politikerin die Zeit unmittelbar nach dem Wahlsieg der FPÖ verschlafen, oder sie war im Ausland auf Urlaub – oder sie hat bewusst „Fake News“ im Privatfernsehen verbreitet.

Kickl nahm das Heft in die Hand

Denn – wie berichtet – hatte FPÖ-Chef Herbert Kickl das Heft in die Hand genommen, als Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit dem Auftrag zur Regierungsbildung gezögerte hatte. „Ich koordiniere“, meinte Kickl damals und lud als klarer Wahlsieger alle Parteien zu Gesprächen ein, die dann auch stattgefunden haben. Nicht nur das: Der ÖVP unterbreitete er später sogar einen Fahrplan für Sondierungsgespräche. Wäre dieser eingehalten worden, hätte Österreich längst eine handlungsfähige Bundesregierung.

Wie die grüne Politikerin Ernst-Dziedzic also behaupten kann, dass es keine Treffen mit anderen Parteien gegeben habe, bleibt ein Rätsel. Es zeugt entweder von grober Unkenntnis oder böser Absicht. Übrigens ganz im Stil von Künstlern, die Puls24 des Öfteren zu politischen Sendungen einlädt – und die dort dann ziemlichen Unsinn verzapfen.


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