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Lena Schilling

Die Affäre um die grüne EU-Spitzenkandidatin Lena Schilling bringt nicht nur die Partei, sondern auch manche Medien und Journalisten in Turbulenzen.

21. Mai 2024 / 10:41 Uhr

Trotz Klagsdrohung: „Oe24“ schreibt über mutmaßliche Intervention einer „Puls4“-Moderatorin in der Causa „Schilling“

Auf der ORF-Webseite findet die Affäre um die grüne EU-Spitzenkandidatin Lena Schilling, die Lügen über Gewalt verbreitet haben soll, praktisch nicht mehr statt. Auch auf anderen Sendern ist es verdächtig still geworden um die Causa prima der Grünen. Gab es Interventionen und hatten diese Erfolg?

Zwischen Soap und „House of Cards“

Zwischen Soap und „House of Cards“ bezeichnete der Spiegel die Affäre um Lena Schilling und schrieb unter dem Titel „Wie Österreichs Grüne sich selbst und ihre Spitzenkandidatin zerlegen“ darüber, dass die Art und Weise, wie die Partei mit dem Problem umgehe, es nur noch schlimmer machen würde.

Interventionen bei „befreundeten Medien“

In diesem Spiegel-Bericht war zu lesen, dass die grüne Klubobfrau Sigrid Maurer mutmaßlich versucht hätte, kritische Artikel zur Causa Schilling mittels Interventionen bei „befreundeten“ Medien zu stoppen. Oe24 zitierte aus diesem Artikel – und trotz Klagsdrohung war am Dienstag in der Druckausgabe die Geschichte die bereits online am Sonntag unter dem Titel „Spiegel enthüllt: Grüne wollten Schilling-Berichte stoppen“ erschien, zu lesen. Es giung darum, dass eine einflussreiche TV-Moderatorin ihre Kontakte genutzt haben soll, um den Namen Schilling aus ungünstiger Berichterstattung herauszuhalten und es wurde auch ein Name kolportiert.

„Behauptung frei erfunden“

Auf X, vormals Twitter, ließ sich Conny Doma, Communication & Marketing Board ProSieben Sat.1 PULS 4, diese Unterstellung nicht gefallen. Sie schrieb:

Diese Behauptung ist frei erfunden und richtet sich in ihrer Absurdität selbst. Wir werden gegen Medien, die diese Nachricht verbreiten, rechtlich vorgehen, das gilt auch für jegliche Art des Teilens und der Weiterverbreitung.

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Dieses Posting stellte Conny Doma unter jedem Beitrag in den sozialen Medien, bei dem es über den Oe24-Artikel ging.

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„Der Jonas“ sammelte die Tweets von Conny Doma.

Handfester Medien-Skandal

Stimmen die Vorwürfe des Spiegel bezüglich grüner Interventionen, weitet sich die Affäre um Schilling zu einem handfesten Medien-Skandal aus. Einen Skandal, den einige Medien in Österreich bislang totschweigen. Jeder kann sich vorstellen, was passiert wäre, wenn ein freiheitlicher Mandatar versucht hätte, Einflussnahme in den Medien auszuüben. Journalisten des Landes wären wie Barrakudas über ihn hergefallen. Sie würden die Demokratie und die Pressefreiheit in Gefahr sehen und Bundespräsident Alexander Van der Bellen würde sagen: „So sind wir nicht“.

Druck auf Redaktionen ausgeübt

Indizien dafür, dass an der Spiegel-Geschichte etwas dran ist, lieferte profil-Chefredakteurin Anna Thalhammer, die am 7. Mai geschrieben hatte, dass die Grünen Druck auf mehrere Redaktionen ausgeübt hätten, die Story zu den schweren Vorwürfen gegen Schilling nicht zu veröffentlichen. Die Vorwürfe wiegen so schwer, dass plötzlich nicht nur Lena Schilling mit einem massiven Imageproblem zu kämpfen hat, sondern die gesamte Partei der Grünen.

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