Es war fast ein Heimspiel bei den US-Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl im November – aber für Donald Trump. Er besiegte seine innerparteiliche Herausforderin, die ehemalige UN-Botschafterin Nikki Haley, in ihrem Heimatstaat South Carolina, wo sie einst Gouverneurin war.
Vorwahlen zur Kandidatenfindung
Wer in den USA als Kandidat der eigenen Partei zur Präsidentschaftswahl antreten will, muss sich davor parteiinternen Vorwahlen stellen. Bis Mitte Juli sollen die republikanischen Parteimitglieder entscheiden, dann findet der Nominierungsparteitag statt.
Schon bei der ersten Vorwahl im Bundesstaat Iowa hatte der 77-jährige Trump die 52-jährige Haley auf den dritten Platz verwiesen.
Nur wenig Konkurrenz zu Trump
Während Trump 51,0 Prozent der Republikaner-Stimmen in Iowa gewann, erhielt sie nur 19,1 Prozent. Danach gaben der Zweit- und der Viertplatzierte, Ron DeSantis (21,2 Prozent), der konservative Gouverneur von Florida, und Vivek Ramaswamy (7,7 Prozent), auf und zogen ihre innerparteiliche Bewerbung zurück. Nicht so Haley.
Niederlage im eigenen Bundesstaat
Sie musste an diesem Wochenende eine bittere Niederlage einstecken, noch dazu zu Hause. Nach Auszählung von rund 80 Prozent stand es 60 Prozent für Trump und knapp 40 Prozent für Haley. Für Trump war es damit sein vierter Sieg in Folge nach Iowa, New Hampshire und Nevada.
Doch die globalistisch orientierte Haley gibt nicht auf. Egal, was in South Carolina passiere, sie werde weiterkämpfen. 40 Prozent der Stimmen sei „keine kleine Gruppe“ und es gebe eine große Anzahl von Wählern unter den Republikanern, die eine Alternative zu Trump wollten. Ob das stimmt, wird sich in den kommenden zehn Tagen erweisen. Denn am 5. März stehen die Entscheidungen in 15 anderen Bundesstaaten an.
Weitere Entscheidungen Anfang März
Trump eilte bisher von Sieg zu Sieg. Auch die Mittel, ihn über juristische Anklagen aus dem Rennen zu nehmen, scheinen nicht zu fruchten. Im Gegenteil. Trump erklärte über seinen Sieg in South Carolina:
Das war ein bisschen früher als wir erwartet haben, und ein noch größerer Sieg als wir erwartet haben.
Der neuerliche Sieg in South Carolina macht Trumps zweite Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner und damit ein erneutes Duell Trump gegen Biden wahrscheinlicher.