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Die neuen Steuern beim Wohnen treffen auf eine geschwächte Wirtschaft und auf gewaltige Inflation. Und trotzdem hält die Regierung daran fest.

16. Juli 2022 / 15:20 Uhr

Heiße Kartoffel CO2-Preis: Zahlt der Mieter oder der Vermieter oder beide?

Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes wurde eine neue Steuer eingeführt. Noch dazu eine, die in ihrer Höhe nur als saftig bezeichnet werden kann. Es geht um die CO2-Bepreisung.
Schielen auf das größere Wählerpotenzial
Die schlägt sich – no na – für jeden und jederzeit nieder, also auch beim Wohnen. Nachdem in Deutschland weniger Eigenheimbesitzer und noch viel weniger Vermieter als Mieter leben, versuchte die Regierung, die Kosten hauptsächlich dem Vermieter umzuhängen. Immerhin will man von den Mietern ja wieder gewählt werden.
Ein Gesetzesentwurf wurden eingebracht, mit dem die CO2-Kosten zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt werden sollten. Dem folgt auch der Bundesrat.
Bedarf und Verbrauch berücksichtigen
Er will aber die CO2-Bepreisung sowohl vom Bedarf als auch vom Verbrauch abhängig machen und betrachtet seinen Vorschlag als fairer im Vergleich zum Regierungsplan:

So werden Vermieter motiviert, ihre Gebäude energieeffizient zu bauen oder zu sanieren. Mieterinnen und Mieter wiederum bekommen die Möglichkeit, über ihr Nutzerverhalten selbst Einfluss auf die Kosten zu nehmen.

Somit bleibt am Ende nur die Frage, ob sich Vermieter angesichts der gewaltigen Teuerung im Bauwesen überhaupt energetische Verbesserungen leisten können. Und auf Mieterseite werden wohl viele unfreiwillig „Einfluss auf die Kosten“ nehmen müssen, wenn sie nämlich nicht mehr warm duschen und nicht mehr wohlig einheizen können.

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