Fernab des Corona-Wahnsinns gibt es eine handfeste rechtliche Auseinandersetzung zwischen dem Innsbrucker Zeitschriftenverlag Jungösterreich und dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK). Der Tiroler Verlag, der auf Schüler- und Jugendzeitschriften spezialisiert ist, fordert von seinem ehemaligen Medienpartner ÖRK nicht weniger als 1,5 Millionen Euro aus dem Titel eines Schadenersatzes.
Bis 2019 gab Jungösterreich seine Schülerzeitschriften, neben Spatzenpost auch die Titel Topic und Jö, gemeinsam mit dem Buchklub der Jugend und dem Roten Kreuz heraus. Diese Kooperation wurde aber im Februar 2019 durch das Rote Kreuz gekündigt. Jungösterreich war damit vor vollendete Tatsachen gestellt, und ein Teiles seines Umsatzes ist seitdem gefährdet.
Kooperation nach 30 Jahren unrühmlich beendet
Die Verlagskooperation zwischen dem ÖRK und Jungösterreich wurde bereits vor gut 30 Jahren geschlossen. Laut Medienberichten der Tiroler Tageszeitung sei es aber bereits in den letzten Jahren zu einem parallelen Titelschutz von Publikationen für ein ähnliches Publikum durch das ÖRK parallel zur Kooperation mit Jungösterreich gekommen. Jetzt sollen die Gerichte über die Angelegenheit entscheiden.
Das Rote Kreuz war zuletzt mit einer Covid-19-App und anderen Aktivitäten für die schwarz-grüne Bundesregierung in die Schlagzeilen geraten. Auch mutmaßliche großzügige Förderungen für die Zukunft nach dem Freiwilligengesetz stehen im Fokus der politischen Diskussion.