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Recht Macht Geschlecht: Neues aus der Gender-Küche

26. April 2011 - 11:17

Baby“Recht Macht Geschlecht: Intersektionale Perspektiven der Legal Gender Studies” Diesen klingenden Titel trägt ein Kurs der Universität Wien. Am Juridicum können sich nun junge Studenten darüber unterhalten, inwiefern das Geschlecht diskriminiert wird.

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Geschlechtsbestimmung bei Babys: für die Gender-Gläubigen eine nicht
zu bewältigende Aufgabe, die näherer Erforschung bedarf.
Foto: Stefan Kellner / flickr

Anhand so mancher “billiger” Kurse und Übungen schaffen es Studenten, ihre für den Erhalt von Sozialleistungen nötigen ECTS-Punkte zu sammeln. Wer das weitgehend sinnbefreite Geschwafel über sich ergehen hat lassen, darf sich am Ende sogar entscheiden, ob er mit einer mündlichen oder einer schriftlichen Klausur abschließen möchte. Anstatt junge Studenten mit sinnvollen Themen zu beschäftigen, gibt die Universität Geld dafür aus, Diskussionen zu fördern, die anzweifeln, ob das Geschlecht eines Säuglings wirklich schon bei seiner Geburt feststeht. Ja, wirklich: Man kann sich in der Woche wirklich zwei Stunden über so einen Schmarrn unterhalten. Und genau jene Studenten, die solche Kurse besuchen, kritisieren, dass zu wenig Geld für die Unis vorhanden sei.

Damit auch die Allgemeinheit etwas davon hat, hier noch die Beschreibung der Lehrveranstaltung zum Amüsement:

Zunächst gilt es, grundlegende Fragen nach Gleichheit und Ungleichheit bzw. Gleichheit und Differenz zwischen den Geschlechtern herauszuarbeiten - in deren alltäglicher Gestaltung, deren theoretischer Fassung und deren Niederschlag im Rechtsdiskurs. Es wird gezeigt, wie Recht das Geschlechterverhältnis – auch als Machtverhältnis – mit herstellt. Im Fokus steht besonders die Entwicklung feministischer Rechtstheorien, speziell die in den letzten Jahren prominent gewordene Theorie der intersektionellen Verflechtung verschiedener Diskriminierungsgründe.

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Und falls die mit dem Begriff der Intersektionalität ebenso Schwierigkeiten haben, wie das Rechtschreibprüfprogramm von Word, hier noch eine kleine Definition aus dem "Gender-Wiki":

Unter Intersektionalität wird die Analyse der Verwobenheit und des Zusammenwirkens verschiedener Differenzkategorien, sowie unterschiedlicher Dimensionen sozialer Ungleichheit und Herrschaft in einer integrativen Perspektive verstanden. Die Analyse von Ungleichheits- und Unterdrückungsverhältnissen lässt sich nicht auf die isolierte Untersuchung von Kategorien wie etwa Geschlecht, Klasse oder Rasse beschränken.

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