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Reformpolitik: Republik erhält ein Finanzamt Österreich

Finanzamt Österreich: Finanzministerium bündelt die Kompetenzen der Steuer- und Abgabenverwaltung  Foto: rene boulay / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Finanzamt Österreich: Finanzministerium bündelt die Kompetenzen der Steuer- und Abgabenverwaltung
Foto: rene boulay / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
9. April 2019 - 13:00

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Weitere nachhaltige Schritte in der Reformpolitik startet das Bundesministerium für Finanzen unter Minister Hartwig Löger (ÖVP) und Staatssekretär Hubert Fuchs (FPÖ): Österreich erhält ein einziges Finanzamt, wie die beiden gegenüber der Öffentlichkeit mitteilen:

Wir wollen unsere Finanz so gestalten, dass sie zukunftsfit ist. Daher fassen wir die bisher 40 Finanzämter zu einem bundesweiten ‚Finanzamt Österreich‘ zusammen und schaffen damit eine regionale Finanz für die Bürger, eine schnelle Finanz für die Kunden, eine effiziente Finanz für die Steuerzahler und eine attraktive Finanz für die Mitarbeiter.

Mit der Modernisierung sorgen wir für zukunftsfähige Strukturen, indem wir Leistungs- und Ressourcenverantwortung zusammenführen und örtliche und sachliche Zuständigkeiten flexibel gestalten

Finanz: Verwaltungsstruktur wird nach 15 Jahren erneuert

Mit dieser neuen Verwaltungsstruktur reagiert die österreichische Finanz auf die Herausforderungen an die Steuer- und Abgabenbehörden:

Die Finanzverwaltung besteht in ihrer derzeitigen Struktur seit über 15 Jahren. In all den Jahren haben sich zwar die An- und Herausforderungen an die Verwaltung massiv verändert, aber die Struktur blieb stets dieselbe. So hat sich etwa die Zahl der Telefonanrufe von 2003 bis 2017 von 2,5 Mio. auf 5,8 Mio. mehr als verdoppelt und auch die Anzahl an Arbeitnehmerveranlagungen und Zollanmeldungen deutlich erhöht. Gleichzeitig verteilt sich der Arbeitsaufwand unregelmäßig. Bei der Betriebsprüfung der Finanzämter beispielsweise divergiert pro Vollzeitäquivalent die Anzahl an prüfungsrelevanten Betrieben von rund 500 zu 1.700 Fällen.

Die Modernisierung der Finanzverwaltung und eine damit einhergehende Optimierung unserer Strukturen ist unverzichtbar.“ Für die bisher 40 Finanzämter bedeutet das: aus 40 Behörden mit 79 Standorten wird eine einzige Behörde mit 33 Dienststellen an weiterhin 79 Standorten. Während die Standorte also erhalten bleiben, werden die Strukturen verflacht und die Arbeitsprozesse effizienter gestaltet.

Neben der Steuer- und Abgabeneinhebung wird auch die Finanzpolizei und damit Betrugsbekämpfung laufend modernisiert. Zuletzt konnte man auf der Grundlage eines effizienten Einsatzes einen Mega-Fall illegaler Ausländerbeschäftigung erfolgreich aufklären.

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