„Die Gute Zeitung“: Asylindustrie will mit Propagandablatt vor Weihnachten abkassieren | Unzensuriert.at

„Die Gute Zeitung“: Asylindustrie will mit Propagandablatt vor Weihnachten abkassieren

Titelblatt der „Guten Zeitung“: keine Satire sondern bizarre Realität der Asylindustrie. Foto: privat / zVg
Titelblatt der „Guten Zeitung“: keine Satire sondern bizarre Realität der Asylindustrie.
Foto: privat / zVg
22. Dezember 2018 - 0:49

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Viele Österreicher fanden in den letzten Tagen ein Blatt namens Die Gute Zeitung im Briefkasten. Der Titel klingt zunächst nach Satire auf die Gutmenschen oder nach Selbstironie. Das Erzeugnis ist jedoch ernst gemeint und stammt von der Asyllobby. Der Titel soll offensichtlich eine moralische Überlegenheit ausdrücken. Hauptzweck der Zeitung ist es, Spenden für das Integrationshaus in Wien zu lukrieren. Daneben betreiben die Autoren ausgiebig linke Propaganda gegen die Regierung.

Schlägt man die Gute Zeitung auf, erblickt man den Ehrenvorsitzenden des Integrationshauses, Willi Resetarits, der das Editorial verfasst hat. Sein Beitrag ist eine Ansammlung der üblichen Floskeln und Stereotypen. Überall herrsche soziale Kälte, Österreich könne noch mehr Menschen helfen. Natürlich dürfe man „Probleme, die es gibt, nicht schönreden“. Man solle über Lösungen dieser Probleme nachdenken, nur Sündenböcke zu suchen, sei zu wenig. „Die Politik“ sollte nicht „Ängste und Neid schüren“, dann könne „das Zusammenleben funktionieren“. Am Schluss folgt ein dezenter Hinweis auf den beiliegenden Zahlschein, mit dessen Hilfe man „Wärme spenden“ könne.

Asyllobby jammert und fordert penetrant Geld

Auch die anderen Textbeiträge der Guten Zeitung strotzen vor Floskeln und Stereotypen. Herausgeber Sepp Stranig jammert, dass den armen Einwanderern der „Notgroschen“, das Handy und sogar die „Würde“ weggenommen werde. Kinder würden von ihren Eltern getrennt und ertappte Asylbetrüger dorthin abgeschoben, wo „Krieg und Terror“ herrschten. Auch sein Beitrag schließt mit einem Hinweis auf den beiliegenden Zahlschein.

Chefin des Integrationshauses will „Zündler*innen Parole bieten“

Am radikalsten ist der Beitrag von Andrea Eraslan-Weninger, der Geschäftsführerin des Integrationshauses. Sie beklagt eine „sehr oft menschenverachtende Politik auf Bundesebene“. Dieser Politik müsse man „Parole [sic!] bieten“. Eigentlich heißt es „Paroli bieten“. Eraslan-Weninger hat jedoch tatsächlich einige Parolen zu bieten, zum Beispiel: „Es braucht keine Zündler*innen, die Sündenbockpolitik betreiben“ oder „Geflüchtete brauchen Schutz und Sicherheit“. Der Rechtsruck habe ein Klima der Ausgrenzung, Unsicherheit und Desintegration geschaffen. Flüchtlingsrechte und Menschenrechte würden „mit Füßen getreten“.

Asylantenquartier in Drasenhofen ist „schrecklicher Vorfall“

Weiters phantasiert Eraslan-Weninger von einem „schrecklichen Vorfall in Drasenhofen“, wo Kinder und Jugendliche „unter unzumutbaren Bedingungen weggesperrt wurden“. Für sie ist das „eine Schande“ und ein „erneuter Rechtsbruch, den die FPÖ zu verantworten hat“. Tatsächlich schreckliche Vorfälle wie die jüngsten Messermorde an Österreichern durch Asylanten aus Afghanistan erwähnt Eraslan-Weninger dagegen mit keiner Silbe. Stattdessen fordert sie ein Ende der Abschiebungen nach Afghanistan. Der Beitrag endet mit dem Aufruf: „Spenden Sie! Geben Sie Flüchtlingen eine Zukunft!“

Zu den Gründen, warum sich Andrea Eraslan-Weninger so in Rage schreibt, könnten materielle zählen. Sie beklagt in ihrem Pamphlet, dass der Innenminister plant, das „Asylwesen zu verstaatlichen“. Das private Integrationshaus würde somit weniger öffentliche Gelder erhalten. Gegenwärtig wird das Integrationshaus hauptsächlich von diversen staatlichen Stellen gefördert. Laut Tätigkeitsbericht 2017 erhielt das Integrationshaus 6,9 Millionen Euro an Steuergeld, die privaten Spenden machten lediglich 943.000 Euro aus. Insgesamt nahm man 2017 8,3 Millionen Euro ein. Davon wurde der Großteil, mehr als sechs Millionen, für Personalkosten ausgegeben.

Vorzeige-Tschetschene wird präsentiert

Ein weiterer Textbeitrag von Katharina Nagele-Allahyari ist einem Asylanten aus Tschetschenien gewidmet. Dieser sei ein „exzellenter Deutschschüler“, ehrgeizig, ja sogar perfektionistisch. Davon abgesehen sei er ein Held und Lebensretter: Er und seine Freunde hätten von der Straße aus einen Brand in einem Mietshaus in der Wiener Felberstraße bemerkt. Daraufhin seien sie hineingegangen, hätten die Bewohner alarmiert und bei der brennenden Wohnung die Tür eingetreten. Über die Beteiligung der Tschetschenen berichtet außer der Guten Zeitung jedoch nur die Facebook-Seite „Tschetschenen Wien Report 24“. Alle anderen Medien, die über den Brand berichteten wie ORF, Kurier, Krone und vienna.at, erwähnen die Tschetschenen mit keinem Wort, sondern bezeichnen die Polizisten als Lebensretter.

Asyllobby lukrierte knapp 50.000 Euro durch Inserate

Sehr viel mehr Textbeiträge gibt es in der Guten Zeitung nicht. Das Blatt besteht fast zur Hälfte aus Inseraten. Damit hat sich die Asylindustrie anscheinend eine bedeutende Einnahmequelle erschlossen. Fünf Inserate stammen von der Stadt Wien oder Wien Energie, jeweils eines von Feibra und Card Complete. Daneben gibt es drei Inserate von Falter, GEWINN und Die Presse, die im Unterschied zu den anderen als „unentgeltliche Einschaltung“ bezeichnet werden. Der Herausgeber dankt diesen drei Zeitungen für ihre Unterstützung. Diese Unterstützung sah offenbar so aus, dass diese Zeitungen im Gegenzug Inserate für die Gute Zeitung oder das Integrationshaus schalteten.

Im letzten Jahr erzielte die Gute Zeitung durch Inserate Einnahmen von knapp 50.000 Euro: 26.000 kamen von der Stadt Wien und 22.100 von Wien Energie. Für die aktuelle Ausgabe liegen noch keine Daten vor. Die Gute Zeitung wird von Feibra gratis verteilt. In welchem Ausmaß Druckkosten anfallen, ist unklar. Herausgeber Sepp Stranig dankt in der Zeitung jedenfalls der Firma Herold Druck für die Unterstützung.

Bei seinen Danksagungen legt Stranig offenen Rassismus gegen die Österreicher an den Tag. Er dankt zunächst allen, die die Verteilung der Zeitung ermöglicht haben. Danach schreibt er: „Ganz besonders danke ich [...] den vielen ausländischen Verteilern der feibra GmhH“. Den ausländischen Verteilern dankt er somit mehr als den inländischen, ohne einen Grund dafür zu nennen.

Beleidigende Karikatur auf der letzten Seite

Auf der letzten Seite der Guten Zeitung ist ein Werk des linken Karikaturisten Gerhard Haderer zu sehen. Die Karikatur zeigt zwei österreichische Polizisten, wie sie das Jesuskind aus der Krippe abführen.

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Was das Schüren von Vorurteilen betrifft, hat Haderer damit alle anderen Autoren der Guten Zeitung übertroffen. Er setzt Asyl-Einwanderer mit Jesus gleich und verklärt sie damit zu Heilsbringern und Erlösern. Polizisten, die rechtsstaatlich handeln und Abschiebungen durchführen, werden pauschal verunglimpft. Davon abgesehen verletzt die Karikatur religiöse Gefühle, indem sie Jesus auf eine Stufe mit den häufig kriminellen Asylanten stellt.

Unter der Karikatur steht: „Das Integrationshaus bietet Schutz, Hilfe und Hoffnung auf einen anderen Ausgang der Geschichte. Jeder Euro hilft – und ist ein Signal gegen Abschiebungen und das Zerreißen von Familien“. Wie genau Abschiebungen verhindert werden sollen, bleibt unklar.

Die Gute Zeitung erschien bereits in vergangenen Jahren. Letztes Jahr brachte das Medium dem Integrationshaus knapp 150.000 Euro an Spenden ein – neben den bereits erwähnten knapp 50.000 Euro durch die Inserate.

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