US-Handelskrieg mit China: Jetzt geht es um den Diebstahl geistigen Eigentums | Unzensuriert.at

US-Handelskrieg mit China: Jetzt geht es um den Diebstahl geistigen Eigentums

Trump will China zu freiem, fairem und wechselseitigem Handel zwingen. Davon könnte auch Europa profitieren. Foto: Weißes Haus / Wikimedia (public domain)
Trump will China zu freiem, fairem und wechselseitigem Handel zwingen. Davon könnte auch Europa profitieren.
Foto: Weißes Haus / Wikimedia (public domain)
1. Dezember 2018 - 12:03

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Die USA halten beim heutigen Abendessen von Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping im Rahmen des G-20-Gipfels in Argentinien eine Einigung mit China im Handelsstreit für möglich. Ziel für den Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, sei weiterhin, die gegenseitigen Zölle auf Null herunterzufahren. Dazu müsse sich China aber zu freiem, fairem und wechselseitigem Handel bekennen.

Erzwungener Technologie-Transfer

Aktuell kündigte Trump an, die Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar von zehn auf 25 Prozent zu erhöhen, und auch weitere Importe im Wert von 267 Milliarden Dollar mit Zöllen zu belegen, wenn China nicht vom Diebstahl geistigen Eigentums und vom erzwungenen Technologie-Transfer für Firmen, die in China tätig sein wollen, Abstand nehme.

So unterliegen Firmengründungen in China schwerwiegenden Restriktionen. Will eine Firma dort produzieren, dürfen maximal 49 Prozent der Anteile dem Ausland gehören, sodass die Chinesen in der Firma immer dominieren. Darüber hinaus muss die Firma ihr technisches Know-how China bekanntgeben. Umgekehrt kaufen sich chinesische Firmen in US-amerikanischen Unternehmen hemmungslos und ohne Restriktionen ein. China ist mit 1,2 Billionen Dollar in Staatsanleihen und anderen Wertpapieren daher auch der größte Gläubiger der USA.

USA sitzen auf dem längeren Ast

Wie im Wahlkampf versprochen, hatte der US-Präsident die Zollpolitik mit China verschärft, um die ungleiche Handelsbilanz zwischen den USA und China zu beseitigen. In der Auseinandersetzung hat Trumps Regierung China mit erheblichen Sonderzöllen auf Waren im Wert von 220 Milliarden Euro überzogen. Wider alle Unkenrufe zeigt Trumps Maßnahme erste positive Rückwirkungen für die US-Wirtschaft, während China unter den handelshemmenden Zöllen unter Druck gerät.

Trump erweist sich als tüchtiger Politiker, der seine Wahlversprechen umsetzt. Kaum einer behauptet, dass er nicht im Interesse seiner Wähler handelt. Und im Interesse der USA. Dafür wurde er gewählt. Ein politisches Verhalten, das viele Europäer erstaunt, die daran gewöhnt sind, dass Wahlversprechen bloße Lippenbekenntnisse sind. Gelingt es Trump, China zu freiem, fairem und wechselseitigem Handel zu zwingen, würde auch Europa davon profitieren.

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