Die SPÖ verliert laut einer neuen OGM-Auswertung seit Andreas Bablers Amtsantritt rund 500.000 potenzielle Wähler. Die Abwanderung führt zu Grünen und FPÖ – und reicht bis zur ÖVP.
Abwanderung in alle Richtungen
Die größten Zugewinne aus dem früheren SPÖ-Lager verzeichneten laut OGM die Grünen mit hochgerechnet rund 145.000 Personen. Etwa 110.000 wanderten zur FPÖ ab. Weitere rund 65.000 tendierten zur KPÖ, 60.000 zu den Neos und 55.000 zur ÖVP. Rund 65.000 ehemalige SPÖ-Anhänger würden inzwischen gar nicht mehr wählen gehen.
Von 23 bis 24 auf 13 bis 14 Prozent
Als Babler im Juni 2023 SPÖ-Vorsitzender wurde, lag die Partei laut OGM in den Sonntagsfragen bei 23 bis 24 Prozent. Die aktuellen Umfragewerte beziffert das Institut mit 13 bis 14 Prozent. OGM-Analyst Johannes Klotz beschreibt die verbliebene Wählerschaft als zwei sehr unterschiedliche Gruppen: junge, deutlich links geprägte Städter und ältere Stammwähler ab 65 Jahren. Diese Gruppen zugleich anzusprechen, sei programmatisch schwierig.
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