Was für ein Umfrage-Ergebnis für FPÖ-Chef Herbert Kickl! In der Kanzlerfrage kann er zwei Punkte dazugewinnen und ist mit 45 Prozent eine Klasse für sich. Und bei der Sonntagsfrage-Hochrechnung bleiben die Blauen stabil beim Höchstwert von 38 Prozent.
SPÖ-Diskussion interessiert blaue Wähler nicht
Es scheint, als würde die Diskussion um die SPÖ-Spitze die Wähler der Freiheitlichen überhaupt nicht interessieren. „Die FPÖ-Wähler lassen sich durch nichts mehr erschüttern“, sagte Peter Westenthaler auf Oe24, wo diese Lazarsfeld-Gesellschaft-Umfrage präsentiert wurde. Er nannte die SPÖ aufgrund der Vorkommnisse in den vergangenen Tagen eine Satire-Partei.

FPÖ in Sonntagsfrage stabil bei 38 Prozent
Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 21. bis 28. September durchgeführt. 2.000 Menschen wurden befragt. In der Sonntagsfrage kommt hinter der FPÖ mit 38 Prozent die ÖVP auf 21, die SPÖ auf 17, die Grünen auf elf und die Neos auf sieben Prozent. Bedeutet: Die Grünen haben offenbar den Roten zwei Prozentpunkte abgegeben. Gut möglich, dass die ganz Linken in der Partei von Leonore Gewessler damit Andreas Babler in der SPÖ stützen wollten.
45 Prozent wünschen sich Kickl als Kanzler
Dieser kleine SPÖ-Aufschwung widerspiegelt sich in der Kanzlerfrage aber nicht. Dort nämlich verliert Babler einen Prozentpunkt und bleibt mit elf Prozent klar hinter ÖVP-Chef Christian Stocker, der im Vergleich zur Vorwoche bei 18 Prozent picken bleibt. Gewessler und Beate Meinl-Reisinger kommen jeweils auf neun Prozent. Anders sieht es bei Herbert Kickl aus, der in der Kanzlerfrage zwei Prozent zulegen kann und mit 45 Prozent von der Spitze thront.
Zeiler würde als SPÖ-Chef der ÖVP schaden
Abgefragt wurde auch, wie die Genossen mit einem Gerhard Zeiler an der Spitze der Partei abschneiden würden. Da käme die SPÖ auf 19 Prozent. Auswirkungen hätte dies vor allem auf die ÖVP, die dann auf 18 Prozentpunkte absacken würde. Der frühere SPÖ-Abgeordnete Josef Cap kommentierte das so:
Wenn Zeiler ein bisschen von Wirtschaft spricht, verliert die ÖVP. Das zeigt mir, dass das Image der ÖVP als Wirtschaftspartei Richtung null geht. Es zeigt mir aber auch, dass die SPÖ auch mit Zeiler nicht die Mittel hat, um die FPÖ bei einer Wahl zu schlagen.
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