Der Bund-Trend schlägt voll nach Wien durch: Während die SPÖ weiter verliert und die Neos schwächeln, legt die FPÖ von Dominik Nepp erneut zu. Das wirbelt die Machtverhältnisse völlig durcheinander.
Rot-Pink droht die Mehrheit zu verlieren
Das aktuelle Stimmungsbild für die Bundeshauptstadt bringt die regierende Koalition mächtig ins Wanken. Laut einer Sonntagsfrage des Instituts für Demoskopie & Datenanalyse (IFDD) für den Sender W24 kämen die SPÖ von Bürgermeister Michael Ludwig und die pinken Neos gemeinsam nur noch auf magere 42 Prozent. Bei der letzten Landtagswahl reichte es noch für ein solides Bündnis, doch im aktuellen Umfragetrend wäre die rot-pinke Mandatsmehrheit im Wiener Gemeinderat endgültig Geschichte.
FPÖ rückt heran – Rückenwind aus dem Bund
Für die Wiener Sozialdemokraten setzt sich der Abwärtstrend weiter fort: Die Partei fällt von 36 Prozent im Juni auf nunmehr 35 Prozent ab. Bei der Wien-Wahl 2025 waren es noch über 39 Prozent! Auf der anderen Seite profitiert die FPÖ rund um Landesparteichef Dominik Nepp spürbar von der Bundespolitik. Die Freiheitlichen klettern auf 26 Prozent und verkürzen den Abstand zur SPÖ auf nur noch neun Prozentpunkte. Der Gegenwind auf Bundesebene zieht selbst die Landespartei der Wiener SPÖ spürbar nach unten, während die FPÖ kräftig Rückenwind verspürt.
Dreiervariante wackelt
Selbst eine Dreierkoalition aus SPÖ, Neos und ÖVP wäre mit zusammen 49 Prozent alles andere als eine komfortable Option für das Rathaus. Die Volkspartei dümpelt wie die Neos bei schwachen sieben Prozent. Hinzugewinnen konnten auch die Grünen mit Spitzenkandidatin Judith Pühringer: Die Partei klettert auf 19 Prozent. Ein Bündnis aus SPÖ und Grünen würde damit auf 54 Prozent kommen. Michael Ludwig muss nun, wenn er sich mittelfristig im Amt halten will, den Kurs wechseln.
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