Nach der erstinstanzlichen Verurteilung des ÖVP-Nationalratsabgeordenten August Wöginger geht die Karriere des früheren Klubobmanns im Parlament munter weiter. Wöginger kandidiert – wie eine Sprecherin der APA bestätigte – neuerlich als Obmann des ÖVP-Arbeitnehmerbunds (ÖAAB).
Chef der einflussreichsten ÖVP-Organisation
Der ÖAAB gilt als einflussreichste Organisation der ÖVP. Die Wahl des Obmanns findet heute, Samstag, in Haag, Niederösterreich, statt. Nachdem Wöginger nach seiner erstinstanzlichen Verurteilung im Amtsmissbrauchsprozess Anfang Mai seine Funktion als Klubobmann zurückgelegt hatte, blieb er der ÖVP als Abgeordneter im Parlament erhalten. Nun erweisen ihm die Schwarzen weitere Ehre, indem sie den Oberösterreicher weiterhin an der Spitze des ÖAAB hieven. Zuletzt war Wöginger 2021 mit 96,1 Prozent als Bundesobmann des ÖVP-Bundes bestätigt worden.
Auch parteiintern umstritten
Die Wahl von Wöginger als neuerlicher ÖAAB-Chef soll auch parteiintern nicht unumstritten sein. Aus den eigenen Reihen wurde ihm in verschiedenen Medien, allerdings anonym, fehlendes Unrechtsbewusstsein vorgeworfen.
