Hollywood-Star Woody Harrelson und britische Ärzte verlangen vom neuen Premierminister Großbritanniens Andy Burnham den sofortigen Stopp der Covid-mRNA-Spritzen. In einem offenen Brief Ende August fordern sie eine unabhängige Untersuchung zu Sicherheit und Wirksamkeit.
Bündnis von Wissenschaft und Zivilgesellschaft
Der Brief an Downing Street kam nur Wochen nach Burnhams Amtsantritt. Unterzeichnet haben unter anderen der Kardiologe Aseem Malhotra, der Onkologe Angus Dalgleish und der Gesundheitsforscher John Campbell. Aus den USA schlossen sich die Schauspieler Woody Harrelson und Rob Schneider an. Die Telegraph widmete Harrelsons Beteiligung einen ausführlichen Bericht.
Was die Unterzeichner verlangen
Eine Gruppe von rund 160 Ärzten, Wissenschaftlern und Gesundheitsfachleuten sowie mehrere Prominente schreibt, Großbritannien brauche keine Wiederholung der alten Pandemie-Streitigkeiten, sondern Antworten. Offene Fragen gebe es zu Herzproblemen, Krebsentwicklungen, der Übersterblichkeit und der Zunahme von Langzeiterkrankungen seit 2021. Ebenso müsse geprüft werden, ob Todesfälle nach den Spritzen angemessen untersucht wurden.
Die Unterzeichner verlangen, das Booster-Programm nach dem Vorsorgeprinzip auszusetzen, bis eine unabhängige Prüfung vorliegt:
Bis die offenen Sicherheitsfragen unabhängig untersucht sind, erfordert das Vorsorgeprinzip, das Covid-Booster-Programm auszusetzen.(…) Wir bitten Sie nicht, die Beweise vorab zu bewerten. Wir bitten Sie, die Tür zu einer unabhängigen Prüfung zu öffnen.
Die offizielle Kommission ließ Lücken
Mehrere Erstunterzeichner hatten der britischen Covid-Untersuchungskommission unter Baroness Hallett bereits im Januar 2024 Stellungnahmen zum Impf-Modul geliefert. Die Anhörungen wurden verschoben. Nach Angaben der Briefschreiber erklärte die Kommission, die vollständige Prüfung von Sicherheit und Wirksamkeit der Präparate liege außerhalb ihres Auftrags. Gleichzeitig werden die Spritzen weiter verabreicht.
Laut Telegraph haben mehr als 22.000 Menschen beim staatlichen Entschädigungsprogramm VDPS Anträge gestellt, weil sie oder Angehörige sich durch die Injektionen geschädigt sehen. An 249 Personen seien rund 30 Millionen Pfund ausgezahlt worden. Die Präparate tragen inzwischen Warnhinweise zu seltenen, schweren Nebenwirkungen.
