SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler sorgte beim ORF-Sommergespräch für eine Quotenmisere. Fast 300.000 Zuschauer weniger als im Vorjahr sahen sich das Interview mit dem SPÖ-Chef an.
Zuschauer mit wenig Interesse
Die ORF-Sommergespräche sind eine traditionelle, jährliche Interviewreihe des Österreichischen Rundfunks. Dort werden die jeweiligen Spitzen, der im Parlament vertretenen Parteien, für rund 50 Minuten interviewt. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz nannte Bablers Auftritt am Montag eine „marxistische Märchenstunde”. Was dem SPÖ-Chef auch ganz und gar nicht gefallen dürfte: Die Zuschauer hatten offenbar gar kein Interesse an seinen Ausführungen zu lauschen.
Zuschauerrückgang schockiert
Das Gespräch mit Andreas Babler am Montagabend kam auf durchschnittlich 517.000 Zuschauer, was einem Marktanteil von 23 Prozent entspricht. In der Spitze verfolgten das Gespräch 553.000 Menschen. Vergleicht man diese Zahlen jedoch im Kontext mit dem um 19:30 beginnendem Programm „Zeit im Bild“, so schockiert der Zuschauerrückgang. Zu diesem Zeitpunkt waren es nämlich noch 920.000 Zuschauer, was demgegenüber einem Marktanteil von 51 Prozent entspricht.
Quoten sprechen klare Sprache
Selbst zu später Stunde stieg die Zuschaueranzahl wieder an, denn bei der “ZIB 2” lag der Durchschnitt bei 541.000 Zusehern. Im Vorjahr schauten noch durchschnittlich 746.000 Menschen das Interview mit dem SPÖ-Chef. Dieses zunehmende Desinteresse an Babler mag auch als ein Zeichen für die allgemeine Unzufriedenheit mit der Regierung gelten. Denn nicht nur die Quoten zeigen einen Niedergang der SPÖ, auch die Wahlumfragen sprechen eine deutliche Sprache. Dort liegen die Prozentwerte der SPÖ mittlerweile bei ungefähr 16 Prozentpunkten.
