Polizei

Der massive Personalmangel bei der Exekutive in Wien hat offenbar negative Auswirkungen auf die Sicherheit in der Stadt.

19. August 2026 / 08:52 Uhr

Einbruchs-Serie erschüttert Wien: 20 Geschäfte innerhalb weniger Wochen betroffen!

Serieneinbrüche in Wien-Währing und Wien-Alsergrund sorgen bei den Gewerbetreibenden für Unruhe. Als Konsequenz fordert die FPÖ mehr Polizeipräsenz vor Ort, ein gezieltes Vorgehen gegen Jugendkriminalität.

Allein in Wien-Währing und Wien-Alsergrund registrierten die Behörden innerhalb weniger Wochen 20 Geschäftseinbrüche – 16 davon in Währing, vier im Alsergrund. Bei den Betroffenen bleibt meist nur bittere Resignation zurück. Diese sich häufenden Vorfälle offenbaren die spürbaren Risse im Wiener Sicherheitsnetz.

Straffreie Jugendkriminalität

Besonders alarmierend bei dieser Welle von Einbrüchen ist das Vorgehen der Täter und deren Alter. Meist werden Türen oder Fenster zertrümmert, um gezielt Handkassen, Wechselgeld oder Firmenhandys zu erbeuten. Ebenfalls brisant an der Sache ist, dass viele der bereits ausgeforschten Tatverdächtigen noch gar nicht strafmündig sind. Wie Heute über einen konkreten Fall in Währing berichtete: Durch die Überwachungsaufnahmen eines Cafés wurden zwei syrische Jugendliche unter 14 Jahren erfasst, die unmaskiert 1.000 Euro Bargeld entwendeten und am Eingang schweren Sachschaden hinterließen – juristische Folgen drohen den Minderjährigen wegen ihres Alters jedoch kaum.

Senkung der Strafmündigkeit

Die Zahlen der Kriminalstatistik belegen diese Fehlentwicklung eindringlich: Bei den zehn- bis 14-jährigen Tatverdächtigen stieg die Zahl im Jahr 2025 auf 5.983 Personen an. Angesichts dieser Entwicklung fordern FPÖ-Sicherheitssprecher und Stadtrat Stefan Berger sowie Währinger FPÖ-Bezirkschef Udo Guggenbichler erneut die Senkung der Strafmündigkeit, um kriminelle Jugendliche nicht länger straffrei davonkommen zu lassen.

Polizei-Notstand in Wien

Doch statt entschlossen durchzugreifen und Eigentum wirksam zu schützen, schieben sich die politischen Hauptverantwortlichen die Schuld lieber gegenseitig zu. Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Bundesinnenminister Gerhard Karner (ÖVP) wirken gelähmt, während die Polizeipräsenz im Stadtgebiet spürbar abgebaut und Dienststellen reduziert werden. Um die klaffenden Personallücken überhaupt noch zu kaschieren, müssen inzwischen Polizisten aus anderen Bundesländern nach Wien verlegt werden.

FPÖ fordert Kurswechsel

Für Stefan Berger ist dieses Versagen unhaltbar. Die Wiener Unternehmer benötigten nun raschen Schutz und keine feigen Ausreden, stellte der Freiheitliche klar. Auch Udo Guggenbichler forderte deutliche Konsequenzen: „Für einen Unternehmer ist es völlig unverständlich, wenn nach einem Einbruch die Antwort sinngemäß lautet: ‚Was soll man machen?‘ Wer in Wien ein Geschäft betreibt, muss sich darauf verlassen können, dass der Staat sein Eigentum und seine Existenz schützt.“

Exekutivkräfte vor Ort

Die Verantwortlichen verweigern jedoch weiterhin die notwendigen Schritte. „Ludwig hat Wien sicherheitspolitisch heruntergewirtschaftet und Karner verwaltet den Personalmangel, anstatt ihn zu lösen“, lautet die Kritik seitens der FPÖ. Um den Kontrollverlust auf den Straßen zu stoppen, brauche es jetzt endlich mehr Exekutivkräfte vor Ort, ein konsequentes Durchgreifen gegen Jugendkriminalität und einen grundlegenden Kurswechsel in der Wiener Sicherheitspolitik.

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