Besonders dramatisch sind die Zahlen des Integrationsfonds zu Migranten aus Afghanistan, Syrien und dem Irak (Symbolbild).

29. Juli 2026 / 16:00 Uhr

Weniger als die Hälfte der Afghanen, Syrer und Iraker erwerbstätig

Neue Daten des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) zeigen, welche Nationalitäten in Österreich besonders häufig arbeitslos sind. Beim Bezug von Sozialhilfe zeigen sich zudem klare regionale Schwerpunkte, insbesondere in Wien.

Nur 44 Prozent der Afghanen, Syrer und Iraker in Arbeit

Im Jahr 2025 lag die Erwerbstätigenquote von Migranten und Personen mit Migrationshintergrund bei 69 Prozent, während sie in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund 76 Prozent erreichte. Deutlich niedriger fiel sie bei Afghanen, Syrern und Irakern aus: In dieser Gruppe waren durchschnittlich 44 Prozent erwerbstätig.

Zwischen einzelnen Herkunftsregionen zeigen sich zudem Unterschiede: Türken und Migranten aus dem ehemaligen Jugoslawien weisen Erwerbstätigenquoten von 64 beziehungsweise 72 Prozent auf.

Migranten-Frauen arbeiten viel seltener

Innerhalb der Gruppe aus Afghanen, Syrern und Irakern bestehen erhebliche Differenzen zwischen den Geschlechtern. Während 56 Prozent der Männer erwerbstätig waren, lag die Quote bei Frauen lediglich bei 24 Prozent.

Auch bei der Arbeitslosigkeit zeigen sich starke Abweichungen. Während die allgemeine Arbeitslosenquote in Österreich 2025 bei 7,4 Prozent lag, betrug sie bei Syrern 33 Prozent, bei Somaliern 30 Prozent und bei Afghanen 23 Prozent. Bei Frauen lagen die Werte noch höher und erreichten 43, 40 und 37 Prozent.

Sozialhilfe-Paradies Wien bleibt Migranten-Magnet

Beim Bezug von Sozialhilfe beziehungsweise Mindestsicherung zeigen sich ausgeprägte regionale Unterschiede. Von den rund 95.600 Asylanten und subsidiär Schutzberechtigten, die im Jahr 2025 entsprechende Leistungen erhielten, lebten etwa 73.400 im rot-pink regierten Wien. Das entspricht einem Anteil von 77 Prozent.

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