Die Frontex hat sich zum “Taxidienst” für Flüchtlinge entwickelt.

22. April 2016 / 13:23 Uhr

Italien: 2000 neue “Flüchtlinge” pro Tag

In Sizilien kommen zurzeit pro Tag um die 2000 Flüchtlinge an. Die meisten von ihnen werden von europäischen Patroullienbooten der Frontex nahe der lybischen Küste "gerettet" und über das Mittelmeer nach Italien gefahren. In den letzten Tagen ist die Zahl der Ankommenden stark angestiegen – als Grund dafür wird die Schließung der Balkanroute in Verbindung mit dem wärmeren Wetter vermutet, so die Daily Mail.

Demographie und Motive wie bisher

Erneut besteht der Großteil der Immigranten aus jungen Männern. Im Interview mit der Zeitung geben sie an, aus wirtschaftlichen Überlegungen nach Europa zu reisen, beispielsweise weil sie in ihrer Heimat keine Arbeit finden. 


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"Unendliche Geschichte"

Donald Tusk, Europaratspräsident, nennt die derzeitige Entwicklung der Flüchtlingskrise eine "unendliche Geschichte". Er weist darauf hin, dass die "Migrationssaison" noch nicht einmal begonnen habe und die Situation sich voraussichtlich noch verschlimmern werde. Er ruft zur Solidarität mit Italien und Malta auf.

Seit Januar sind 20.000 Flüchtlinge übers Meer nach Italien gekommen, letztes Jahr waren es im selben Zeitraum bloß 10.000. Die Flüchtlinge werden von neuesten europäischen Militärbooten um die 30 Meilen vor der lybischen Küste aufgesammelt und quer übers Mittelmeer transportiert, um bei ihrer Ankunft in Sizilien Schuhe, Jogginganzüge und Essen geschenkt zu bekommen, bevor sie in Busse gesetzt und über Italien aufgeteilt werden. 


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