Die Schweiz verschärft Gangart gegenüber Asylbetrügern.

4. Juli 2016 / 16:40 Uhr

Reisen in die Heimat: Fast 200 “Flüchtlinge” verlieren Asylstatus in der Schweiz

Das Schweizer Staatssekretariat für Migration hat letztes Jahr 189 Flüchtlingen den Asylstatus aberkannt, weil sie in ihr Heimatland gereist waren oder mit deren Behörden Kontakt gehabt haben.

„Flüchtlinge“ auf Heimaturlaub

189 „Flüchtlinge“ wurden von der Schweiz im letzten Jahr als Heimattouristen enttarnt. Ihnen konnte nachgewiesen werden, dass sie in ihre Heimatländer gereist waren, um Verwandte zu besuchen, Geschäfte zu tätigen oder um dort Ferien zu machen. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, stammten 63 aber aus dem Irak, 21 aus Vietnam, 20 aus Bosnien und Herzegowina, 17 aus der Türkei, 14 aus Tunesien sowie sieben aus Eritrea.


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Gesetz soll verschärft werden

Die Behörden gehen davon aus, dass die Dunkelziffer dieser Asylbetrügereien wesentlich höher ist, jedoch ist der Nachweis schwer zu erbringen. Viele verschleiern ihre Reiseroute, indem sie über Nachbarländer reisen und unterschiedliche Verkehrsmittel benutzen. Dem soll nun ein Riegel vorgeschoben werden. Ein Gesetzesentwurf sieht vor, dass ein Asylant im Verdachtsfall den Behörden beweisen muss, dass er nicht in sein Heimatland gereist war.


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