Hundert Tage nach dem Regierungswechsel will nicht nur Ex-Kanzler Christian Kern nicht wahrhaben, dass seine SPÖ auf der harten Oppositionsbank gelandet ist, sondern offenbar auch Journalisten in linken Redaktionsstuben. Der Kurier zählt da wohl dazu und präsentiert sich in der Ausgabe vom 27. März wieder einmal als Propagandablatt gegen die Freiheitlichen.
Kitzmüller war gar nicht bei Veranstaltung
Der Anpatz-Journalismus der untersten Schublade, den der Kurier da an den Tag legt, soll diesmal die dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller (FPÖ) treffen. Groß wird unter dem Titel “Causa Kitzmüller: Was Kickl alles nicht sagen will” geschrieben:
Innenminister schweigt zu Anfrage der SPÖ zu rechtsextremer Veranstaltung, auf der Anneliese Kitzmüller angeblich anwesend war.
Der Leser, der den ganzen Artikel liest und später zur Information gelangt, dass Frau Kitzmüller gar nicht bei dieser Veranstaltung anwesend war, fragt sich freilich: Was hätte Kickl also dazu sagen sollen?
Absichtlich “Fake News” produziert
Dem Verfasser des Artikels war das offenbar völlig egal, seine Intention war eindeutig darauf ausgerichtet, Anneliese Kitzmüller und der FPÖ Schaden zuzufügen. Anders ist es nicht zu erklären, warum ein Aufmacher produziert wird, in dem der Autor dann selbst schreibt:
Die Twitter-Gemeinde glaubte in ihr die nunmehrige dritte Nationalratspräsidentin, Anneliese Kitzmüller (FPÖ) zu erkennen. Zu Unrecht, wie sich später herausstellen sollte.
Medien blamierten sich schon einmal
Die Medien haben sich mit dem “Nazi-Foto” der FPÖ-Politikerin schon einmal blamiert. Samt SPÖ und Liste Pilz, die zu diesem angeblichen Riesenskandal sogar Presseaussendungen verfassten. Dass der Kurier sich mit diesen “Fake News” gleich nochmals in die Bredouille bringt, ist an Peinlichkeit wohl nicht mehr zu übertreffen.