Ukraines Staatspräsident Poroschenko macht jetzt auch Religionspolitik.

23. April 2018 / 15:17 Uhr

Ukraine: Staatsführung betreibt Spaltung der russisch-orthodoxen Kirche

Immer neue Blüten treibt der ukrainisch-russische Konflikt. Aktuell setzt die ukrainische Staatsführung unter Präsident Petro Poroschenko alles daran, die russisch-orthodoxe Kirche im Land von Moskau abzuspalten. Zu diesem Zweck wurde von der Poroschenko-Mehrheit im Kiewer Parlament mit großer Mehrheit die Unabhängigkeit der orthodoxen Kirche des Landes gefordert. Insgesamt stimmten 268 von 304 Abgeordneten für die Kirchenspaltung.

Diese Aktion wird von Präsident Poroschenko als Angelegenheit der nationalen Sicherheit und Verteidigung gegen Russland definiert. Die russisch-orthodoxe Kirche wird als eines der Hauptwerkzeuge der Beeinflussung der Ukraine durch Moskau bezeichnet.

Kiewer Patriarchat gegen Moskauer Patriarchat


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Die Wurzeln dieses innerorthodoxen Religionskonflikts gehen auf das Jahr 1991 zurück. Damals spaltete sich im Zuge der ukrainischen Unabhängigkeitserklärung die orthodoxe Kirche des Landes. Das Kiewer Patriarchat stellte sich damals gegen das Moskauer Patriarchat. Aktuell wurde jetzt auch der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel mit der orthodoxen Kirchenspaltung befasst. Er solle laut Poroschenko über die Unabhängigkeit der Ukraine von Moskau in Sachen Religionsgemeinschaft entscheiden. Aus Rücksicht auf die von Moskau geführte Gesamtkirche schweigt der Patriarch jedoch bisher in diesem Konflikt.


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