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Nur einen Monat brauchte Eva Landrichtinger für die üppige Gehaltserhöhung von 8.000 Euro.

Nur einen Monat brauchte Eva Landrichtinger für die üppige Gehaltserhöhung von 8.000 Euro.

Nach einem Monat im Amt: WKO-Bankenchefin erhielt Gehaltsplus von 8.000 Euro

Nur einen Monat nach ihrer Bestellung zur Geschäftsführerin der Bundessparte Banken in der ÖVP-nahen Wirtschaftskammer (WKO) hat Eva Landrichtinger eine großzügige Gehaltserhöhung erhalten. Demnach wurde ihr Monatsgehalt um rund 8.000 Euro brutto angehoben – begründet mit angeblichen „besonders guten Leistungen“.

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Dickes Gehaltsplus nach nur einem Monat

Landrichtinger hatte die Funktion im November 2025 übernommen. Zuvor war sie als Kabinettschefin sowie Generalsekretärin im ÖVP-geführten Arbeits- und Wirtschaftsministerium tätig. Bereits Anfang Dezember – und damit rund einen Monat nach ihrem Amtsantritt – erfolgte eine außerordentliche Höherreihung. Hintergrund war laut Rechnungshof, dass ihr im Zuge der Gehaltsverhandlungen mündlich ein Jahresbruttogehalt von rund 160.000 Euro zugesagt worden sei.

Was waren die besonderen Leistungen?

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Tatsächlich belief sich ihr Jahresbruttogehalt schließlich auf etwa 163.000 Euro, was einem monatlichen Einkommen von rund 11.650 Euro entspricht. Die Wirtschaftskammer begründete die Gehaltserhöhung mit besonderen Leistungen. Diese seien jedoch nicht dokumentiert gewesen, kritisiert auch der Rechnungshof.

Bankenchefin erhält abgesagte Lohnerhöhung über Umwege

Eigentlich war für alle Mitarbeiter der Wirtschaftskammer eine reguläre Gehaltserhöhung von 4,2 Prozent vorgesehen. Die darüber hinausgehende individuelle Anhebung wurde nach massiver Kritik zwar zurückgenommen – Landrichtinger behielt das Plus jedoch.

Aufsichtsratsfunktion spät ausgewiesen

Ein weiterer Kritikpunkt des Rechnungshofs: Angaben zu Nebentätigkeiten. Landrichtinger hatte demnach erklärt, keine Aufsichtsratsmandate auszuüben. Tatsächlich steht sie jedoch dem Gremium der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft vor. Dass diese Funktion sei erst später transparent ausgewiesen wurde, bemängelt auch der Rechnungshof.

Luxus-Reisen während Teuerungs-Krise

Bereits in ihrer früheren Funktion als Generalsekretärin im Arbeits- und Wirtschaftsministerium war Landrichtinger in die öffentliche Kritik geraten. Während der Teuerungskrise hatte sie, wie berichtet, nach ihrer Ernennung im September 2022 zunächst mehrere Urlaubsreisen unternommen – darunter Aufenthalte in Rom, der Toskana sowie auf Bali.

WKO-Reform nur durch Ende der Zwangsmitgliedschaft

Eine Sanierung der WKO wäre jedenfalls nur mit dem Ende der Zwangsmitgliedschaft, wie von der FPÖ gefordert, möglich. Eine wirkliche Reform und finanzielle Neuaufstellung der WKO wären nur so möglich, argumentieren die Freiheitlichen schon seit Jahren; nur durch Freiwilligkeit könnten Machtstrukturen, Interessenkonflikte und fehlende Rechenschaftspflichten beseitigt sowie eine transparentere und wettbewerbsfähigere Organisation entstehen.

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