Eine aktuelle YouTube-Umfrage des exxpress spiegelt die Stimmung in Österreich wider. 93 Prozent der Teilnehmer sehen Jugendbanden außer Kontrolle. Sechs Prozent glauben, das Problem treffe zumindest teilweise zu, und nur ein Prozent hält die Lage für beherrschbar. Die Sorge der Bevölkerung ist unübersehbar und drängt sich in den Vordergrund.
Die Umfrage als Weckruf aus der Mitte der Gesellschaft
Diese Zahlen sind zwar nicht repräsentativ, treffen aber auf einen Boden, den offizielle Statistiken längst vorbereitet haben. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hat die Jugendkriminalität wiederholt als „Sorgenkind“ bezeichnet. Die Anzeigen gegen Zehn- bis Vierzehnjährige sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Besonders in Wien häufen sich Vorfälle, bei denen ethnisch motivierte Auseinandersetzungen zwischen Gruppen aus Syrien, Afghanistan und Tschetschenien für Aufsehen sorgen. Die Polizei hat mit eigenen Einsatzgruppen reagiert, doch die Entwicklung läuft weiter.
Offizielle Zahlen bestätigen die Volksmeinung
Die Wahrnehmung der Mehrheit deckt sich mit den harten Fakten aus den Sicherheitsbehörden. Der Anteil nicht-österreichischer Tatverdächtiger bei Jugenddelikten liegt bei fast der Hälfte. Bei syrischen Jugendlichen hat sich die Zahl der Tatverdächtigen in wenigen Jahren vervielfacht. In Wien berichten Anwohner von Bandenaktivitäten, die das Sicherheitsgefühl untergraben. Die Einsatzgruppe Jugendkriminalität des Bundeskriminalamts verzeichnet bundesweit Tausende Anzeigen und Festnahmen – mit Wien als klarem Schwerpunkt.
