ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker reist Anfang der kommenden Woche nach Paris, wo er an einem hochrangigen Treffen der sogenannten „Koalition der Willigen“ zur Unterstützung der Ukraine teilnimmt. Im Schlepptau hat er 20 österreichische Soldaten, die an der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag teilnehmen.
Noch mehr Druck auf Russland
An dem Gipfel beteiligen sich insgesamt 18 Staats- und Regierungschefs, darunter auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Österreich nimmt in diesem Format eine Beobachterrolle ein. Im Zentrum der Beratungen stehen konkrete Möglichkeiten, um den Fortschritt zugunsten der Ukraine zu beschleunigen. Ziel ist es, einen raschen Waffenstillstand zu erreichen, die Voraussetzungen für einen Frieden zu schaffen und zugleich den internationalen Druck auf Russland weiter zu erhöhen.
Treffen mit Macron
Am Rande des Treffens ist auch ein bilaterales Gespräch vorgesehen: Am Abend wird Stocker vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu einem Arbeitsessen im Élysée-Palast empfangen. Dabei dürften neben der Ukraine auch europapolitische Fragen im Fokus stehen.
20 Garde-Soldaten marschieren in Paris
Am Dienstag nimmt der ÖVP-Chef zudem an der Militärparade anlässlich des französischen Nationalfeiertags teil. Die diesjährige Parade steht unter dem Motto „Strategisches Erwachen Europas“ und versammelt Delegationen aus insgesamt 37 Staaten, darunter 35 Mitglieder der „Koalition der Willigen“.
Die Sicherheit der Ukraine betreffe auch den europäischen Kontinent insgesamt, so Stocker. Österreichs Neutralität bedeute nicht, wegzuschauen, sondern verpflichte dazu, Verantwortung zu übernehmen und internationale Friedensbemühungen aktiv zu unterstützen.
