Schwimmen

Keine Transfrauen im Frauensport forderte die FPÖ im Nationalrat. Doch der Antrag der Freiheitlichen ging baden.

11. Juni 2026 / 08:17 Uhr

Unfassbar: Nationalrat lehnt FPÖ-Antrag zum Schutz der Frauen im Frauensport ab

Dass nur echte Frauen an sportlichen Frauenbewerbe teilnehmen sollten, fand gestern Mittwoch im Nationalrat nicht die Unterstützung von ÖVP, SPÖ, Neos und Grünen. Der Antrag der FPÖ, zum Schutz von Sportlerinnen, die jahrelang trainieren und faire Wettbewerbsbedingungen erwarten dürfen, wurde abgelehnt. Es können also weiterhin Männer, die sich als Frauen fühlen, bei Wettbewerben antreten.

Leinfellner spricht von Ideologie statt Fairness

FPÖ-Sportsprecher Markus Leinfellner kritisierte die Haltung der anderen Parteien scharf. Für ihn ist die Entscheidung gegen den Antrag ein „trauriger Sieg der Ideologie über die Vernunft und die Fairness“. Leinfellner warf der Regierung und den Grünen vor, biologische Tatsachen auszublenden.


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„Es ist erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit die Systemparteien biologische Tatsachen einfach vom Tisch wischen und den Schutz unserer Sportlerinnen einer realitätsfernen Woke-Ideologie opfern wollen“, erklärte Leinfellner. Frauen würden dadurch in ihrer eigenen Kategorie benachteiligt.

FPÖ warnt vor Benachteiligung von Sportlerinnen

Immerhin wurden Frauenbewerbe geschaffen, um körperliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Sport auszugleichen und Chancengleichheit herzustellen. Genau diese Grundlage sei nun gefährdet. Leinfellner kritisierte:

Das führt zu der absurden Situation, dass eine junge Sportlerin, die jahrelang trainiert hat, plötzlich gegen einen biologischen Mann antreten muss. Das ist keine Gleichberechtigung, das ist die Zerstörung des Frauensports!

Ecker fordert Übernahme der Verantwortung

FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker warf Sportminister Andreas Babler und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner vor, sich hinter Zuständigkeitsfragen zu verstecken. „Wenn aber biologische Frauen Schutz benötigen, will plötzlich niemand verantwortlich und zuständig sein“, kritisierte Ecker.

Für sie steht fest, dass es nicht nur um Fairness, sondern auch um Sicherheit gehe – insbesondere in Sportarten, in denen Kraft, Reichweite und Körperbau eine entscheidende Rolle spielen.

ÖVP mit linkem Modell

Die ÖVP sieht keinen Handlungsbedarf und lehnte den FPÖ-Antrag wegen der Zuständigkeitsfrage ab. Die Abgeordneten Gudrun Kugler und Heike Eder erklärten, die konkreten Teilnahmebestimmungen würden nicht von Bundesregierung oder Parlament, sondern von autonomen und vielfach internationalen Sportverbänden festgelegt.

Gleichzeitig hielten sie fest:

Frauenbewerbe sollen auch Frauen vorbehalten bleiben.

Schlag ins Gesicht

ÖVP-Abgeordneter Nico Marchetti verstieg sich sogar zu der Bewertung, wonach der Antrag „absolut deplatziert“ sei. Dieser richte sich an die falsche Adresse.

Doch wer gestaltet Österreich? Sind es nicht die Österreicher selbst und allen voran die amtierende Regierung?

SPÖ, Neos und Grüne plötzlich gegen pauschale Regelung

Auf linker Seite werden gern im Gießkannenprinzip globale Regelungen ausgesprochen. Nicht aber, wenn es um den Schutz der Frauen im Sport geht.

Die Politik müsse diese Autonomie respektieren. Auch Neos und Grüne lehnten eine pauschale gesetzliche Regelung ab. Sie argumentierten, jede Sportart sei unterschiedlich und brauche eigene Regeln.

Bankrotterklärung der Sportverantwortlichen

Obwohl für die Sportagenden zuständig, verwies die SPÖ auf Dritte, nämlich auf nationale und internationale Sportorganisationen. Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt nannte Fairness, Chancengleichheit und Sicherheit grundlegende Prinzipien des Sportsystems, betonte aber die Autonomie des Sports.

Der Steuerzahler fragt sich, wofür Österreich dann ein – teures – Sportministerium unterhält.

FPÖ sieht Ausweichen vor Verantwortung

Entsprechend kritisiert die FPÖ das Ausweichen vor der Verantwortung:

Alle reden von Fairness und Chancengleichheit, aber wenn es darum geht, diese Grundsätze auch tatsächlich zu verteidigen, kneifen sie.

Statt klarer Regeln gebe es nur Ausreden und Verweise auf andere Institutionen.

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