Die Verlierer-Ampel hat den größten und teuersten Regierungsapparat aller Zeiten. Laut einer Anfrageserie der grünen Vize-Klubchefin Alma Zadić beschäftigten die Kabinette der Minister und Staatssekretäre im ersten Quartal 2026 insgesamt 404 Personen – inklusive Back-Office und Chauffeure. Das sind fünf mehr als Ende 2025. Die monatlichen Kosten kletterten auf durchschnittlich 3,88 Millionen Euro. Hochgerechnet auf ein Jahr ergeben sich damit rund 46,5 Millionen Euro allein für die persönlichen Stäbe.
Größte Regierung, größter Stab
Mit 21 Mitgliedern – Bundeskanzler, Vizekanzler, zwölf Minister und sieben Staatssekretäre – ist diese Regierung ohnehin die personell umfangreichste in der Geschichte. Nun zeigt sich, dass auch der dahinterstehende Apparat Rekordmaße erreicht hat. Die Zahlen stammen aus Antworten auf parlamentarische Anfragen und beziehen sich auf den Zeitraum von Jänner bis März 2026. Gegenüber dem vierten Quartal 2025 stiegen die Kosten um weitere mehr als 143.000 Euro pro Monat.
Stocker mit Abstand am größten
Das mit Abstand größte Kabinett unterhält Bundeskanzler Christian Stocker. Zusammen mit dem Büro seines Staatssekretärs Alexander Pröll (beide ÖVP) kommen die beiden auf 47 Mitarbeiter. SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler hat seinen Stab um zwei Personen auf insgesamt 41 aufgestockt. Auch bei mehreren SPÖ- und ÖVP-Ministern gab es Zuwächse von jeweils zwei Mitarbeitern.
Bei Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) fiel das Kabinett etwas kleiner aus, dafür leistet sie sich ein zusätzliches Sonderbüro im Außenministerium, das allein in den ersten drei Monaten 2026 rund 194.000 Euro gekostet hat und zuletzt personell aufgestockt wurde.


