Hermann Brückl und die Nationalratsabgeordnete Katayun Pracher-Hilander

FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl und die Nationalratsabgeordnete Katayun Pracher-Hilander warnten vor einer „intellektuellen Entwaffnung“ der Jugend.

5. März 2026 / 14:35 Uhr

„Bildung statt PR-Show“: Freiheitliche warnen vor ideologischer Indoktrination

Neos-Bildungsminister Christoph Wiederkehr plant Reformen, doch diese wären nur eine PR-Veranstaltung, wie FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl und die Nationalratsabgeordnete Katayun Pracher-Hilander bemängelten. Von Lateinkürzungen bis hin zur geplanten sechsjährigen Volksschule – die Freiheitlichen warnen vor einer „intellektuellen Entwaffnung“ der Jugend.

Nicht Experten, sondern Politberater gestalten Bildung

Brückl kritisierte auf einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag vor allem die Person des Ministers: „In Österreich gestalten mittlerweile nicht mehr Bildungsexperten die Bildungspolitik, sondern Politberater.“ Er forderte einen „Problemlöser und nicht einen Influencer, der nur sich selbst vermarkten will“. Die FPÖ sieht in Wiederkehrs Plänen einen systemischen Fehlschlag, der reale Probleme wie Sprachdefizite ignoriert.


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Latein-Rücktritt als „Rote Karte“

Der Rücktritt der Expertengruppe zur Lateinreform wurde als Desaster gewertet: Dieser sei „eine ganz klare rote Karte für den Minister.“ Brückl warnte: Wer den Kindern die intellektuellen Fähigkeiten nehme, die Latein vermittle, betreibe die intellektuelle Entwaffnung unserer Jugend.

Warnung vor „linker Indoktrination“ im Unterricht

Beim neuen Pflichtfach „Medien- und Demokratiebildung“ zog Brückl eine klare Grenze: Die Grenze zwischen politischer Bildung und linker Indoktrination sei ein schmaler Grat. Er betonte: „Unsere Kinder sollen in der Schule das Denken lernen und nicht, dass ein Minister ihnen vorschreibt, was sie zu denken haben.“

Pracher-Hilander ergänzte zur Demokratiebildung: Demokratie könne man nicht als Frontalunterricht eintrichtern und schon gar nicht abprüfen, man laufe Gefahr, ganze Generationen an Gläubigen hervorzubringen, die glauben müssen, was ihnen vorgebetet wird.

Bildungspflicht statt Schulpflicht

Sprache bedeute auch die Fähigkeit zur freien Meinungsbildung und zu einer freien Gesellschaft. Die Stundenkürzungen würden den Kindern den Anreiz nehmen, ihre intellektuellen Fähigkeiten zu fördern. Auch die politische Einflussnahme solle durch das Fach „Medien- und Demokratiebildung“ massiv forciert werden. Die FPÖ setzt sich deshalb weiterhin für eine Bildungspflicht statt einer Schulpflicht ein.

Sprachkrise und „Totalschaden“

Brückl thematisierte massive Deutschdefizite: In Wien-Margareten können vier von fünf Kindern dem Unterricht nicht folgen, weil sie nicht ausreichend Deutsch sprechen. Das bilde einen „bildungspolitischen Totalschaden“, zeigte sich Brückl empört.

Ablehnung der sechsjährigen Volksschule

Die Verlängerung der gemeinsamen Lernzeit wurde als gefährlich abgelehnt: „Das ist das Eingangstor zur sozialistischen Einheits- und Gesamtschule.“ Brückl nannte es „einen Kniefall vor der Mittelmäßigkeit“. Die Freiheitlichen fordern den Ausbau der Deutsch-Förderklassen und gleichzeitig die gezielte Ausbildung der Pädagogen. Im Volksschulbereich soll der Fokus auf Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen liegen. Lehrpläne sollten unter Einbindung der Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft entstehen. Der „Bildungsscheck“ soll Eltern entscheiden lassen, in welche Schulen sie ihre Kinder schicken möchten.

Pracher-Hilander betonte: „Noch nie wurden Kindern dermaßen die Flügel gestutzt wie unter einem Neos-Minister Wiederkehr.“ Die FPÖ fordert eine Leistungsorientierung statt Ideologie.

Im Anhang können Sie die gesamte Pressekonferenz von FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl und der Nationalratsabgeordneten Katayun Pracher-Hilander via YouTube auf FPÖ TV sehen:

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