Im Rahmen einer großangelegten Razzia konnten dieser Tage 13 junge Migranten festgenommen werden, die seit Monaten mit brutaler Gewalt die Straßen in Wien und Graz unsicher gemacht hatten. Bei zwei Verdächtigen klickten am Wiener Hauptbahnhof in Handschellen. Parallel durchsuchten Einsatzkräfte in Graz Wohnungen der Bande und nahmen weitere Mitglieder fest.
“505” macht Städte unsicher
Die Bande “505” – in Anlehnung an die Postleitzahl eines syrischen Ortes, aus dem viele der Mitglieder stammen – besteht überwiegend aus jungen Syrern, tritt gezielt in Überzahl auf und setzt Messer und Schlagwerkzeuge ein. Seit Ende 2024 soll sie mehrfach zugeschlagen haben.
Von Körperverletzungen über Raubüberfälle bis hin zu Drohungen gegen Minderjährige ist einiges dabei: Im Arthaberpark (Wien-Favoriten) wurde ein 30-Jähriger von mehreren Männern mit Messern lebensgefährlich verletzt, obwohl dieser Verstärkung mitgebracht hatte. Wenige Wochen später kam es im Anton-Kummerer-Park (ebenfalls Favoriten) zu einem weiteren blutigen Zusammenstoß zwischen syrischen Jugendlichen und Tschetschenen. Die Auseinandersetzungen waren im Vorfeld bereits über Chat-Gruppen geplant worden. In Wien-Favoriten und Graz hinterlässt die Bande immer wieder Wandschmierereien mit der Zahl “505“, mit denen sie ihre “Territorien” markiert.
Gefahr bleibt groß
Die Ermittler sprechen von einem “entscheidenden Schlag“ gegen die kriminelle Vereinigung. Spezialeinheiten, Hundestaffeln und die Fremdenpolizei arbeiteten zusammen, um die Kriminellen zumindest vorübergehend zu schwächen.
Die Gefahr, dass sich die Gruppe neu formiert, ist allerdings groß. Die Staatsanwaltschaft Graz führt die Ermittlungen weiter. Es ist davon auszugehen, dass weitere Festnahmen folgen. Ob ihnen auch wirksame, sprich längere Haftstrafen folgen, steht auf einem anderen Blatt. Quelle: LPD Steiermark

