Der Kabarettist Alf Poier ist normalerweise für seine lustigen Videos bekannt – auch wenn es wie zuletzt um ein ernstes Thema wie die Rede des Bundespräsidenten bei den Salzburger Festspielen gegangen ist. Diesmal aber ging es Alf Poier über die Hutschnur.
In einem Wut-Video ließ sich der Kabarettist, Maler und Sänger, der Österreich 2003 mit dem Titel „Weil der Mensch zählt“ beim Europäischen Song Contest (ESC) vertrat und Platz sechs erreichte, über die Abzocke der Stadt Wien aus.
Wegen 15 Cent muss Poier 36 Euro zahlen
Grund: Er bekam eine saftige Strafe, weil er einen alten Parkschein verwendet hatte, der noch im Auto herumgelegen war und den er um 15 Cent günstiger gekauft hatte als der neue Parkschein heute kostet. Dafür bekam Poier eine Organ-Strafverfügung in Höhe von 36 Euro. Denn die alten Parkscheine um 3,75 Euro, die von ihm für eine Stunde parken gekauft wurden, sind ungültig. Es gelten nur noch die neuen Parkscheine, die jetzt 3,90 Euro kosten.
“Die Stadt Wien muss ja bis zum geht nicht mehr pleite sein”
Entsprechend seine Reaktion im Wut-Video:
Die Stadt Wien muss ja pleite sein bis zum geht nicht mehr. Wegen diesen 15 Cent muss ich jetzt 36 Euro Strafe zahlen – seid ihr komplett angrennt?
Die ganzen alten A….loch-Scheine könne er jetzt wegschmeißen, das koste ihn nochmals einige hundert Euro, ärgerte sich Alf Poier. „Spart’s wo anders, ich habe mein Geld nicht in der Lotterie gewonnen!“, forderte er die Wiener Stadtpolitik auf. Er sei echt sauer, nächste Woche würde er nach Asien abhauen, „dann sehe ich den ganzen Schwachsinn hier eine Weile nicht“. Die einst lebenswerteste Stadt scheine ja richtig pleite zu sein, so Poier.

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