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Salzburger Festspiele / Van der Bellen

Bundespräsident Van der Bellen gab für einen zweitägigen Ausflug zu den Salzburger Festspielen fast 40.000 Euro aus.

1. November 2023 / 17:50 Uhr

Van der Bellen reiste mit „Hofstaat“ zu Festspielen – Steuerzahler müssen 56.843 Euro teure Rechnung begleichen!

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat für seine Festspiel-Besuche 56.843 Euro ausgegeben. Diese hohe Rechnung, die der Steuerzahler begleichen muss, kam auch zustande, weil ein ganzer „Hofstaat“ mitreiste.

Kein Gespür dafür, wie Österreicher unter Teuerung leiden

Während das Volk auf Ratschlag des Bundespräsidenten “die Zähne zusammenbeißen” solle, gehe er selbst nicht gerade sparsam mit Steuergeld um, sagte FPÖ-Chef Herbert Kickl in einem Facebook-Beitrag, nachdem FPÖ-Kultursprecher Thomas Spalt die Ausgaben der Festspiel-Besuche per Anfrage an Van der Bellen aufgedeckt hatte. Wörtlich meinte Kickl:

Zu den Salzburger Festspielen soll Bundespräsident Van der Bellen beispielsweise gleich mit vier PR-Mitarbeitern gereist sein. Hat VdB eigentlich noch ein Gespür dafür, wie die Österreicher unter der Teuerung leiden?

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Hotelkosten in Salzburg: 23.031 Euro

Wie dieses „Zähne zusammenbeißen“ bei Van der Bellen aussieht, offenbarte er nun in einem Schreiben an FPÖ-Kultursprecher Thomas Spalt. Die Reisen zu den Festspiel-Eröffnungen nach Mörbisch, Erl, Bregenz und Salzburg 2023 schlugen im Budget mit 56.923,48 Euro zu Buche. Der Löwenanteil wurde für die Reise nach Salzburg fällig, wo für Hotelkosten 23.031 Euro sowie für Verpflegung und Bewirtung von Gästen stolze 15.544,55 Euro ausgegeben wurden.

PR-Entourage als Begleitung

Spalt begrüßt zwar, dass der Bundespräsident zu diesen kulturellen Veranstaltungen persönlich hinfährt, „er sollte aber gerade in Zeiten der Teuerung auch ein Gespür für die verursachten Ausgaben an den Tag legen. Fast 40.000 Euro für einen gerade einmal zweitägigen Ausflug nach Salzburg sind durch nichts zu rechtfertigen“, sagte Spalt in einer Aussendung.

Interessant sei auch, mit welchem „Hofstaat“ der Bundespräsident zu den Festspielen anreise, kritisiert der FPÖ-Kultursprecher. In Salzburg und Bregenz wären gleich vier PR-Mitarbeiter (Pressesprecher, zwei weitere Mitarbeiter der Presseabteilung sowie ein eigener Fotograf) aus der Präsidentschaftskanzlei mit dabei gewesen. Wörtlich sagte Spalt:

Das ist eine Medien-Begleitung wie bei einem international gefeierten Hollywood-Star. Braucht das ein Bundespräsident wirklich alles? Noch dazu, wo ja auch die Festspiel-Organisatoren über entsprechende Marketing- und PR-Fachleute verfügen. Das ist wirklich ein mehr als verschwenderischer Umgang des Bundespräsidenten mit dem hart verdienten Geld der Steuerzahler.

Opernball-Besuch um 76.000 Euro

Bundespräsident Van der Bellen ist nicht der einzige in der Staatsspitze, der mit dem Geld der Steuerzahler – gelinde ausgedrückt – nicht schonend umgeht. Wir erinnern uns: Der Opernball-Besuch von Arbeitsminister Martin Kocher und Finanzminister Magnus Brunner (beide ÖVP) soll in diesem Jahr 76.000 Euro gekostet haben.

Versorgungsposten um 1,7 Millionen Euro

Und gestern, Dienstag, wurde bekannt, dass ÖVP-Kanzler Karl Nehammer im Bundeskanzleramt um 1,7 Millionen Euro neue Versorgungsposten schaffen wird. Ab 2024 gibt es dann zwölf neue Top Jobs im Bundeskanzleramt. Unzensuriert berichtete.

Hier das Original-Antwortschreiben der Präsidentschaftskanzlei an FPÖ-Kultursprecher Thomas Spalt mit der Darstellung der Ausgaben für die Festspiel-Besuche:

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