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Ein kurzer Werbespot der Freiheitlichen Jugend empört linke Journalisten, Medien und die ÖVP.

29. August 2023 / 21:57 Uhr

Absurde Kritik an Video der FPÖ-Jugend: ÖVP empört sich über “Souveränität” und “Heimat”

Ein Video der Freiheitlichen Jugend sorgt für jede Menge Wirbel: Nur 135 Sekunden lang ist der kurze Film, der die Tätigkeiten des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ) präsentiert, den Titel “Österreichs Jugend, die vorangeht” trägt und aus kurzen Videosequenzen von Aktivisten des RFJ, aber auch aus Fotos von bekannten rechten Denkern und Philosophen sowie denen einiger linker Journalisten und Politiker besteht.

Junge Freiheitliche wollen den Diskurs bestimmen

Genannt werden einige Schlagworte, die die RFJ-Mitglieder als Bedrohung sehen – so etwa Kriminalität, Massenmigration, Inflation, Globalisierung, Genderwahn, Kulturverlust, Terrorismus, Sprachverbote, Regenbogenterror, Islamisierung oder Bevölkerungsaustausch. Eingeblendet dazu wurden Abbildungen von Personen wie Bundespräsident Alexander van der Bellen oder dem deutschen Kanzler Olaf Scholz. Die Freiheitliche Jugend sei der “Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft” und setze sich für die eigene Zukunft und das Ende der linken Deutungshoheit ein: “Ab heute setzen wir die Themen, bestimmen wir den Diskurs”, heißt es.

https://www.youtube.com/watch?v=ik8pNZmyQz8

Linke Empörungsmaschine läuft und verschafft RFJ Aufmerksamkeit

Mediale Kritik an dem Video, in dem auch FPÖ-Politiker wie Udo Landbauer – die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner musste sich dazu bereits Vorwürfe von den Grünen anhören – zu sehen sind, ließ nicht lange auf sich warten: ORF-Moderator Armin Wolf befand, dass der Spot “nicht mehr vom Propagandamaterial der Identitären oder irgendeiner anderen rechtsextremen Randgruppe unterscheidbar” sei, auch sei das Video im “Neonazistil” gedreht. Die Krone sprach von einem “Hetz-Video”. Was zumindest Wolf so erregt haben dürfte, war die Abbildung seines Konterfeis in dem Video, in dem dazu aufgerufen wird, die Deutungshoheit des medialen Mainstreams zu übernehmen. Die “Politikwissenschaftlerin” Natascha Strobl sah damit Journalisten als Feinde gebrandmarkt, der SPÖ-nahe Redakteur Robert Misik brachte sogar ein Verbot der Freiheitlichen Jugend ins Spiel – auch mit dem Verweis auf die offensichtlich “rechtsextrem” wirkenden Frisuren der Protagonisten.

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Wer auf dem Heldenplatz steht, soll rechtsextrem sein

Ein häufiger Kritikpunkt ist auch ein Drehort: In einer kurzen Sequenz sind mehrere RFJ-Mitglieder auf dem Heldenplatz zu sehen, die auf die Hofburg blicken – einige Beobachter schafften es dabei, eine absurde Verbindung zu dem Auftritt Adolf Hitlers auf dem Balkon des Gebäudes vom 15. März 1938 zu ziehen.

ÖVP nutzt Video, um gegen Kickl zu hetzen

Auch ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker meldete sich zu Wort, um den Werbespot für seine Abneigung gegenüber FPÖ-Obmann Herbert Kickl zu nutzen: In einer Aussendung meinte er, dass das RFJ-Werbevideo sich “gar nicht mehr von dem Auftreten der Identitären” unterscheiden würde. Die FPÖ würde sich unter Kickl eben jenen Identitären – die ohnehin schon seit langem nicht mehr existieren – annähern und auch die Tatsache, dass die Aufzeichnung ebenfalls auf dem offiziellen Partei-Kanal FPÖ-TV zu sehen ist, sei ein Grund, Herbert Kickl als potentielles Mitglied einer Bundesregierung abzulehnen.

ÖVP verfällt bei Erhalt unserer Sprache und Souveränität in Schnappatmung

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz sieht in den Empörungsorgien der Volkspartei jedoch einen Offenbarungseid: Dass man dort bei den Themen Souveränität, Identität, Kultur und Tradition in Schnappatmung verfalle und in den “linken Empörungskanon” einstimme, würde nur beweisen, dass die aktuelle ÖVP sich Lichtjahre von ihren einstigen konservativen Werten entfernt habe.

Ganz im Gegensatz dazu steht die FPÖ als einzige stabile politische Kraft für eine konsequente Bekämpfung der illegalen Masseneinwanderung und lehnt multikulturelle Utopien genauso konsequent ab, wie die Überhöhung einer schrillen Minderheit durch die Regenbogen-Ideologie, der die ÖVP gemeinsam mit den linken Parteien im Parlament den roten Teppich ausrollt!

ÖVP muss erst vor eigener Türe kehren

Auch verweist er auf einen schockierenden Vorfall innerhalb der ÖVP: Dort soll ein 31-jähriger Funktionär einer 71-jährigen Rentnerin im Streit gesagt haben, dass “alte Leute” ohnehin “alle vergast” gehören würden.

Die schrecklichen Aussagen, die ein Kremser ÖVP-Funktionär erst vor wenigen Tagen getätigt haben soll, wurden noch immer nicht mit dem längst fälligen Parteiausschluss geahndet. Hier hätte er als ÖVP-Generalsekretär dringenden Handlungsbedarf und könnte sich zu Wort melden, anstatt absurde Anwürfe zu tätigen.

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